Eigentlich könnte alles so einfach sein bei Mercedes. Zum dritten Mal in Folge haben die Schwaben beide WM-Titel an Land gezogen, 2016 fielen wieder einige Rekorde und in der Winterpause könnten die Mercedes-Verantwortlichen eigentlich im Glanz des Erfolges die Seele baumeln lassen.
Stattdessen herrscht bei Mercedes Hochkonjunktur. Nicht nur, weil sich 2017 das technische Reglement grundlegend ändert und die Entwicklung der Fahrzeuge in die finale Phase geht. Sondern auch weil Weltmeister Nico Rosberg kurzerhand entschlossen hat, der Formel 1 den Rücken zu kehren und Mercedes jetzt einen Ersatz suchen muss.
Mercedes
Wolff und Hamilton haben noch Gesprächsbedarf
Nicht nur das: Auch die Bummeltaktik, mit der Hamilton in Abu Dhabi Nico Rosberg in ein Foul treiben und so doch noch die WM gewinnen wollte, ist anders als Mercedes-Teilhaber Niki Lauda angedeutet hat, noch ein Gesprächsthema. Der Deutschen Presse Agentur sagte Mercedes-Sportchef Toto Wolff: „Das ist noch immer ein Punkt, den wir intern diskutieren müssen. Aber nach den Geschehnissen der letzten Tagen hat dieses Problem nicht mehr die  höchste Priorität.“
Dennoch: „Eine Sache ist klar: Nächstes Jahr wollen wir unsere Werte und Rennphilosophie verbessern und deswegen müssen wir von allem, was in Abu Dhabi passiert ist, lernen“, erklärt Wolff.
Lewis Hamilton: Ein Kommentar
Wer 2017 neben Hamilton sitzen wird, soll sich in Kürze entscheiden. Wolff muss zwischen Mercedes-Junior Pascal Wehrlein und Williams-Fahrer Valtteri Bottas entscheiden, den er als Teilhaber einer Managementfirma selbst managt. Im englischen Magazin Autosport hat Mercedes aus Spaß eine Stellenanzeige aufgegeben – mit der Suche nach einem Fahrer. Wolff deutet aber eine Verpflichtung von Junior Pascal Wehrlein an: „Vielleicht, so wie Nico eine mutige Entscheidung getroffen hat, müssen auch wir eine mutige Entscheidung treffen.“ 

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In der Bildergalerie gibt es das Duell Hamilton/Rosberg noch einmal zum Durchklicken.