Die kommenden fünf Rennen könnten die letzten von Nico Hülkenberg in der Formel 1 sein. Nach seinem Aus bei Renault und gescheiterten Verhandlungen mit Haas blickt der Emmericher in eine ungewisse Zukunft.
"Offen gesagt gibt es noch keine Neuigkeiten", erklärt Hülkenberg am Donnerstag vor dem Japan GP. "Es ist ein bisschen ein Geduldsspiel. Ich werde wohl noch etwas länger warten müssen."
Hülkenbergs Chancen auf einen F1-Verbleib hängen aktuell vor allem an Ferrari: bestehen die Italiener darauf, ihren Junior Antonio Giovinazzi auch nächstes Jahr neben dem gesetzten Kimi Räikkönen bei Alfa Romeo zu parken, ist für Hülkenberg trotz guter Verbindungen zu seinem Ex-GP2- und heutigem Alfa-Teamchef Frédéric Vasseur die Türe zu bei den Italienern.
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Noch kein Platz für 2020: Quo vadis, Nico Hülkenberg?
Alternativ ist noch das zweite Williams-Cockpit neben George Russell offen. Ob sich der ambitionierte Hülkenberg einen Wechsel zum Schlusslicht antut, ist allerdings fraglich - zumal dort bereits Nicholas Latifi mit einer Millionen-Mitgift in den Startlöchern steht.
Immer wieder aufkeimenden Gerüchten über eine Chance auf das zweite Cockpit bei Red Bull hatte Bullen-Chefberater Helmut Marko zuletzt bei ABMS eine Absage erteilt.
Gut möglich also, dass sich Hülkenberg außerhalb der Formel 1 umschauen muss. "Ich denke, dass ich mir etwas Zeit nehmen würde, um Klarheit zu bekommen, was ich will", sagt er über dieses Szenario. Klar ist für den Le-Mans-Sieger von 2015 aber: "Natürlich werde ich auch wieder in der Zukunft in einem Rennwagen sitzen, weil es das ist, was ich liebe Es ist meine Leidenschaft."