Den Sieg beim GP in Miami musste er bereits Lando Norris (McLaren) überlassen, auch beim nächsten Stadtrennen in Monte Carlo an diesem Wochenende (Sonntag, 15 Uhr live) droht die Konkurrenz einen Durchmarsch des amtierenden Weltmeisters zu verhindern.
Verstappen hatte in beiden Trainings im Fürstentum Probleme und musste sich mit 0,535 Sekunden Rückstand und Platz vier zufrieden geben. „Ich springe wie ein Känguru. Ich bekomme Kopfschmerzen. Das ist verrückt“, ärgerte sich der Niederländer am Boxenfunk.

Verstappen rammte die Bande

Dabei touchierte er wie auch viele seiner Kollegen mehrfach die Bande und testete die Grenzen des Machbaren aus. Einmal rammte Verstappen sogar recht hart mit dem linken Hinterrad die Streckenbegrenzung und musste anschließend sicherheitshalber zurück an die Box.
„Unglaublich wie stabil die Autos sind“, sagt Red Bull-Motorsportchefberater Helmut Marko. „In der Abstimmung sind wir noch nicht da, wo sein wollen. Wir sind derzeit zu hart unterwegs und wissen noch nicht, ob wir bis zum Qualifying eine Lösung finden, auch wenn die Longruns gut aussehen. Aber das nützt hier nichts, wenn man nicht vorne startet.“ Hintergrund: In den engen Gassen der Monegassen ist Überholen kaum möglich.
Verstappen war mit seinem Red Bull nicht zufrieden.
Bild: LAT / Pirelli
Druck kommt in Monaco vor allem von Ferrari. Der WM-Zweite Charles Leclerc brannte bei seinem Heimrennen die schnellste Trainingsrunde in den Asphalt. Leclerc lag 0,188 Sekunden vor dem überraschend starken Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton im Mercedes. Altmeister Fernando Alonso im Aston Martin sicherte sich Platz drei. Nico Hülkenberg, der einzige deutsche Fahrer im Feld, platzierte seinen Haas-Rennwagen auf Rang 15.
Leclerc kämpft derweil gegen seinen Monaco-Fluch. Der 26-jährige Monegasse konnte noch nie in seiner Heimat gewinnen und musste ausgerechnet im Spielerparadies viele Rückschläge verkraften. 2021 fiel er sogar schon auf dem Weg in die Startaufstellung aus. 2022 musste er beim Boxenstopp hinter seinem Teamkollegen Carlos Sainz anstehen.
Leclerc kämpft gegen seinen Monaco-Fluch.
Bild: Ferrari
„Nur ein Podestplatz würde nicht so viel bedeuten“, setzt sich Leclerc jetzt selbst unter Druck. „Wir müssen den Sieg holen, ein zweiter oder dritter Platz reicht mir nicht aus.“
Miami-Sieger und Imola-Zweiter Lando Norris fuhr in seinem McLaren auf den fünften Rang. Zu Ehren des legendären Ayrton Senna treten der Brite und sein Teamkollege Oscar Piastri mit einer Speziallackierung in den brasilianischen Farben an.
In der WM-Wertung führt Verstappen (161 Punkte) vor dem achten Saisonlauf klar vor Leclerc (113) und seinem Teamkollegen Sergio Pérez (107). „Wir haben immer noch ein sehr, sehr schnelles Auto und wir werden versuchen, noch mehr Leistung in den Wagen zu bekommen“, bleibt er selbstbewusst. Fünf der bisherigen sieben Saisonläufe hat der Niederländer für sich entschieden. Verstappen: „Natürlich will ich auch in Monaco gewinnen, aber es geht auch darum, hier nichts Dummes zu machen.“
Formel 1 Grand Prix von Monaco
2. Freies Training, Ergebnis
1. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari 1:11,278 Min.*
2. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +0,188 Sek.
3. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin +0,475
4. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,535
5. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +0,675
6. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,684
7. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +0,784
8. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +0,821
9. Alexander Albon (Thailand) - Williams +0,979
10. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +0,982
11. Yuki Tsunoda (Japan) - Racing Bulls +1,071
12. Oscar Piastri (Australien) - McLaren +1,088
13. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +1,195
14. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine +1,276
15. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas +1,291
16. Daniel Ricciardo (Australien) - Racing Bulls +1,299
17. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine +1,472
18. Logan Sargeant (USA) - Williams +1,512
19. Valtteri Bottas (Finnland) - Kick Sauber +1,779
20. Zhou Guanyu (China) - Kick Sauber +2,495
Formel 1 Grand Prix von Monaco
1. Freies Training, Ergebnis
1. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes 1:12,169 Min.
2. Oscar Piastri (Australien) - McLaren +0,029 Sek.
3. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +0,126
4. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +0,227
5. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari +0,228
6. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin +0,606
7. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +0,620
8. Yuki Tsunoda (Japan) - Racing Bulls +0,706
9. Daniel Ricciardo (Australien) - Racing Bulls +0,732
10. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,785
11. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,815
12. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +1,060
13. Valtteri Bottas (Finnland) - Kick Sauber +1,079
14. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +1,221
15. Alexander Albon (Thailand) - Williams +1,256
16. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas +1,407
17. Logan Sargeant (USA) - Williams +1,981
18. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine +1,990
19. Zhou Guanyu (China) - Kick Sauber +2,401
20. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine +5,187