Update 20:40 Uhr: Schlechte Nachricht für Nico Hülkenberg: Der Deutsche ist nach Platz zwölf im Qualifying nachträglich disqualifiziert worden. Grund: Die Heckflügel der beiden Haas-Rennwagen entsprechen nicht den technischen Regeln. Auch Kevin Magnussen verliert Platz 15.
In der Begründung der FIA heißt es: „Der Technische Delegierte stellte bei der Untersuchung fest, dass die obersten verstellbaren Positionen des Heckflügels das (…) zulässige Maximum von 85 mm überschritten.“
Dies sei laut Haas durch einen versehentlichen Fehler bei der Einstellung des Flügelspalts passiert. Bei dem verwendeten Flügel handelte es sich demnach um eine neue Konstruktion, die in Monaco zum ersten Mal eingesetzt wurde.
„Das Team hatte seine Mechaniker nicht darauf trainiert, den Spalt gemäß der neuen Konstruktion einzustellen, was zur Nichteinhaltung (der Regeln; d. Red.) führte“, heißt es in der Urteilsbegründung weiter.
Hülkenberg und Magnussen müssen das Rennen nun mit einer Sondergenehmigung (bereits erteilt) von ganz hinten in Angriff nehmen.
Leclerc auf Pole, Mauerkuss von Verstappen
Ausgerechnet beim prestigeträchtigsten Rennen des Jahres verpasst Max Verstappen seine neunte Pole-Position in Folge und damit einen neuen Rekord. Stattdessen schnappt sich Ferrari-Star Charles Leclerc bei seinem Heimrennen zum dritten Mal den Platz an der Sonne.
„Ich bin sehr glücklich über diese Runde“, freut sich der Monegasse. „Ich weiß aber aus der Vergangenheit, dass das Qualifying nicht alles ist. Hier muss alles zusammenkommen. Das ist uns in den vergangenen Jahren nicht immer gelungen, wir sind jetzt aber ein stärkeres Team.“ Zur Erinnerung: 2021 fiel Leclerc bereits auf dem Weg in die Startaufstellung mit defekter Halbwelle aus.
Ausrufezeichen von Piastri
Oscar Piastri startet von Platz zwei in den Monaco-GP.
Bild: McLaren
Ein Ausrufezeichen setzt auch Oscar Piastri, der im McLaren im Design von Ayrton Senna nur 0,154 Sekunden Rückstand hat auf die Spitze. „Ein paar Fehler am Ende, aber wir haben ein gutes Momentum in diesen tollen Farben“, sagt er. Auf Rang drei und vier sortieren sich der zweite Ferrari von Carlos Sainz und der zweite McLaren von Lando Norris ein.
Verstappen dagegen vergibt alle Chancen auf die Pole durch einen Mauerkuss in der ersten Kurve. „Dieses Auto ist so schlüpfrig“, ärgert er sich anschließend am Funk. Der Weltmeister startet hinter dem Mercedes von George Russell auf Rang sechs.
Der siebenmalige Champion Lewis Hamilton geht von Rang sieben ins Rennen. Seine Zeit ist dabeu nur knapp zwei Zehntelsekunden langsamer als Platz zwei. Insgesamt zeigt sich Mercedes-Teamchef Toto Wolff deshalb zufrieden: „Ich glaube, wir haben Schritt nach vorne gemacht. Die Fahrtrichtung stimmt, das müssen wir halten.“
Perez und Alonso früh raus
Schwere Schlappe für Sergio Perez (Red Bull) und Fernando Alonso (Aston Martin). Die beiden Top-Stars scheitern an der Hürde in Q1 und scheiden auf den Plätzen 18 und 16 aus. „Wir hatten nicht die Pace und einige Probleme mit Balance“, rechtfertigt sich der Mexikaner. „Auf meiner letzten Runde hatte ich viel Verkehr, bin gerutscht und habe keine richtige Runde hinbekommen. Fürs Rennen besteht keine Hoffnung, denn hier gibt es keine Möglichkeiten zu überholen. Ein schlechtes Wochenende.“
Der einzige Deutsche im Feld, Nico Hülkenberg, schafft an seinem Wohnort einen zwölften Platz und ist damit erneut schneller als sein Haas-Teamkollege Kevin Magnussen auf Platz 15.
Formel 1 Grand Prix von Monaco Qualifying, Ergebnis
1. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari 1:10,270 Min. 2. Oscar Piastri (Australien) - McLaren +0,154 Sek. 3. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,248 4. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +0,272 5. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +0,273 6. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,297 7. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +0,351 8. Yuki Tsunoda (Japan) - Racing Bulls +0,588 9. Alexander Albon (Thailand) - Williams +0,678 10. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine +1,041 11. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine 1:11,285 12. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas 1:11,440 13. Daniel Ricciardo (Australien) - Racing Bulls 1:11,482 14. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin 1:11,563 15. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas 1:11,725 16. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin 1:12,019 17. Logan Sargeant (USA) - Williams 1:12,020 18. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull 1:12,060 19. Valtteri Bottas (Finnland) - Kick Sauber 1:12,512 20. Zhou Guanyu (China) - Kick Sauber 1:13,028