Max Verstappen (23) ist zwar schon der 61. Fahrer, der in der Formel-1-Geschichte die Weltmeisterschaft anführt. Aber doch ist der Niederländer etwas ganz Besonderes: Er gilt als Mega-Talent, als einer, der die Dominanz von Lewis Hamilton (36) und Mercedes schlagen kann.
Daran hat auch Vater Jos Verstappen (49) seinen Anteil. Denn er war vor allem in der Frühphase der Lehrmeister von Max. „Wir sind fast jeden Freitag nach der Schule mit dem Bus nach Italien gefahren“, erinnert sich Jos Verstappen im AvD Motor und Sport Magazin auf Sport1*. „Dort standen zwei Tage Training auf dem Programm und am Sonntag das Rennen. Abends sind wir wieder nach Hause und am Montag ging es wieder in die Schule.“
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Auch Mutter Sophie Kumpen (46) kommt aus einer Rennsportfamilie, fuhr selbst Kartrennen. „Es ging Tag und Nacht um Motorsport. Max war immer dabei und hat nichts anderes gehört als Formel 1 oder Go-Kart. Er hat dann ja auch mit vier Jahren angefangen, selbst Rennen zu fahren“, beschreibt Jos Verstappen.
Der 49-Jährige fuhr selbst 106 Grands Prix. 1994 war er für Benetton am Start, als Teamkollege von Michael Schumacher. Zwei Mal kam er aufs Podium – zu wenig, um gegen den Deutschen zu bestehen. Bis 2003 musste sich Jos Verstappen dann in unterlegenen Teams wie Simtek, Footwork/Arrows, Tyrrell, Stewart und Minardi herumschlagen.
Dort hat er gelernt – auch wie es nicht geht. Erfahrungen, die er an seinen Sohn weitergeben konnte. Die Jos-Verstappen-Schule war nie einfach, Max musste an seine Grenzen gehen. Jos: „Ich denke schon, dass es hart war. Wir sind nicht auf die Strecke gegangen, um hinterherzufahren. Wir sind hingegangen, um zu gewinnen. Und das habe ich Max auch gelehrt. Ich wollte immer nur gewinnen, gewinnen, gewinnen. Das habe ich von ihm auch verlangt.“
Jos Verstappen mit Sohn Max auf einer Pressekonferenz 2014.
Verstappen wusste indes schon früh, dass Sohnemann Max ein besonderes Talent hat: „Seit er sieben Jahre alt war, habe ich gesehen, dass er etwas Spezielles hat. Man konnte es im Rennen sehen, weil er auf der ersten Runde auf kalten Reifen immer wahnsinnig schnell war. Und beim Überholen. Man sieht das, wo jemand überholen kann, wie er das vorbereitet – da war Max immer sehr gut. Wenn er das nicht gehabt hätte, wäre ich da nie so tief eingestiegen. Jedes Jahr waren es für mich zwischen 80.000 und 100.000 Kilometer mit dem Bus. Ich habe nebenbei die Motoren präpariert, war Mechaniker, nebenbei noch Hausvater. Das hat mich schon viel Zeit und Geld gekostet und das hätte ich nicht gemacht, wenn ich nicht sein Talent gesehen hätte.“
Inzwischen hat sich Jos Verstappen aus dem direkten Arbeitsumfeld des Red Bull-Stars zurückgezogen: „Im ersten Jahr bei Toro Rosso war ich voll dabei, auch um Max zu zeigen, wie man mit dem Team arbeitet. Als wir dann zu Red Bull gekommen sind, habe ich einen ersten Schritt zurück gemacht. Als Max älter und erwachsener wurde, bin ich noch ein paar Schritte zurückgegangen. Und ist auch nötig: Wenn du 18, 19, 20 bist, dann hast du deine eigenen Ideen. Max hat ja auch einen starken Charakter. Das war natürlich schwierig für mich, mich da zurückzustellen, aber man gewöhnt sich daran.“
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Der Rat des Vaters ist Max aber noch immer wichtig. „Das Schöne ist: Wir sprechen jeden Tag, an dem Max gefahren ist, miteinander. Wir rufen uns an und reden darüber, wie es lief, was los ist“, enthüllt Papa Jos. „Ich sage ihm auch meine Gedanken dazu. Ich sag es ihm nur, er braucht nicht zu antworten, aber ich weiß, dass er darüber nachdenkt. Das ist das Einzige, was ich will.“
Fest steht: Jos Verstappen ist stolzer Vater eines WM-Führenden in der Formel 1. „Ich bin sehr froh, wie es bei ihm läuft. Ich sehe: Er hat Spaß, er macht einen tollen Job, er ist beim besten Team. Ich bin stolz. Alles geht in die richtige Richtung.“
Fehlt nur noch der WM-Titel. Verstappen: „Natürlich liegt er vorn in der Meisterschaft, aber wir wissen alle, was noch alles passieren kann. Man braucht auch Glück. Ich hoffe, dass es in die richtige Richtung geht.“

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