Lewis Hamilton (36) schafft weiter Tatsachen und gewinnt nach dem GP Brasilien auch das Premierenrennen zum Großen Preis von Katar. Der Mercedes-Weltmeister lässt sich die Führung am Start nicht nehmen und fährt danach einsam vorneweg in Richtung seines siebten Saisonsieges und seines 102. Triumphes insgesamt. Seinen Rückstand auf WM-Rivale Max Verstappen verkürzt der Brite damit zwei Rennen vor Schluss auf acht Zähler.
Der Holländer sichert sich den zweiten Rang nach einer starken Aufholjagd von Platz sieben. Grund: Wegen Missachtens einer doppelt-gelb geschwenkten Flagge im Qualifying bekommt er zwei Stunden vorm Start eine Strafe und muss fünf Plätze zurück. Brisant: Offenbar hatte ein Marshall die Flaggen eigenmächtig geschwenkt, die Rennleitung schickte keine entsprechende Nachricht auf die Monitore. Red Bull konnte Verstappen deshalb nicht warnen – trotzdem muss er bei Gelb natürlich vom Gas.
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Platz zwei inklusive des Punkts für die schnellste Rennrunde ist Schadensbegrenzung. Red Bull-Berater Helmut Marko: „Eigentlich kann es nicht sein, dass die FIA in einem Milliardensport ihre Technik und die Streckenposten nicht im Griff hat.“ Doch Verstappen liefert: Erst ein Mega-Start vor auf Rang vier, dann schnappt er sich Pierre Gasly und anschließend auch Fernando Alonso.
Fernando Alonso
Der Alpine-Pilot holt sein bestes Ergebnis seit dem Comeback und schafft es erstmals seit 2014 (damals noch im Ferrari) wieder aufs Podest. Esteban Ocon rundet das gute Alpine-Ergebnis auf Rang fünf ab. Vierter wird Red Bulls Nummer zwei Sergio Perez.
Hamilton jubelt: „Ich bin alleine vorneweg gefahren. Das kann man auch mal genießen. Ich bin sehr dankbar für diese Punkte.“ Verstappen bleibt zuversichtlich: „Bis auf Platz zwei vorzufahren ist schön. Ich fühle mich gut. Es wird ein enger Kampf bis zum Ende.“
Doch der heimliche Gewinner heißt Fernando Alonso (40), den die Fans zum Fahrer des Tages wählen. „Unglaublich“, jubelt der Spanier. „Sieben Jahre war ich nicht auf dem Podest! Ich genieße das, habe so lange darauf gewartet.“ Damit wird er nach Michael Schumacher (2012) und Nigel Mansell (1994) der dritte Pilot über 40 Jahre, der auf dem Podium feiern darf.
Für die Deutschen ist es dagegen ein unauffälliges Rennen. Sebastian Vettel muss am Start gleich zwei Konkurrenten ausweichen und fällt bis auf Platz 17 zurück. Er kämpft sich anschließend vor bis auf Platz zehn. Sein Aston Martin-Teamkollege Lance Stroll schafft es auf Platz sechs.
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Mick Schumacher landet auf Rang 16, hat eine Runde Vorsprung auf seinen Teamkollegen Nikita Mazepin und kann bis zum Schluss gegen Antonio Giovinazzi (Alfa Romeo) kämpfen.
Für Aufsehen sorgen gleich drei Reifenschäden vorne links.
Für Aufsehen sorgen indes gleich drei Reifenschäden vorne links. Sowohl Valtteri Bottas als auch beide Williams von George Russell und Nicholas Latifi ereilt der Plattfuß. Bottas muss seinen Mercedes anschließend ganz abstellen, Latifi strandet im Kiesbett.

Grand Prix von Katar

1. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 1:24:28,471 Std.
2. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull +25,743 Sek.
3. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine +59,457
4. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull +1:02,306 Min.
5. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine +1:20,570
6. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin +1:21,274
7. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari +1:21,911
8. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari +1:23,126
9. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren + 1 Rd.
10. Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin + 1 Rd.
11. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri + 1 Rd.
12. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren + 1 Rd.
13. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri + 1 Rd.
14. Kimi Räikkönen (Finnland) – Alfa Romeo + 1 Rd.
15. Antonio Giovinazzi (Italien) – Alfa Romeo + 1 Rd.
16. Mick Schumacher (Gland/Schweiz) – Haas + 1 Rd.
17. George Russell (Großbritannien) – Williams + 2 Rd.
18. Nikita Mazepin (Russland) – Haas + 2 Rd.
19. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams + 6 Rd.
Ausfälle:
Valtteri Bottas (Finnland) – Mercedes (49. Rd.)

Fahrer-Wertung
Stand nach 20 von 22 Rennen:

1. Max Verstappen (Niederlande) – Red Bull 351,5 Pkt.
2. Lewis Hamilton (Großbritannien) – Mercedes 343,5
3. Valtteri Bottas (Finnland) – Mercedes 203,0
4. Sergio Perez (Mexiko) – Red Bull 190,0
5. Lando Norris (Großbritannien) – McLaren 153,0
6. Charles Leclerc (Monaco) – Ferrari 152,0
7. Carlos Sainz Jr. (Spanien) – Ferrari 145,5
8. Daniel Ricciardo (Australien) – McLaren 105,0
9. Pierre Gasly (Frankreich) – Alpha Tauri 92,0
10. Fernando Alonso (Spanien) – Alpine 77,0
11. Esteban Ocon (Frankreich) – Alpine 60,0
12. Sebastian Vettel (Heppenheim) – Aston Martin 43,0
13. Lance Stroll (Kanada) – Aston Martin 34,0
14. Yuki Tsunoda (Japan) – Alpha Tauri 20,0
15. George Russell (Großbritannien) – Williams 16,0
16. Kimi Räikkönen (Finnland) – Alfa Romeo 10,0
17. Nicholas Latifi (Kanada) – Williams 7,0
18. Antonio Giovinazzi (Italien) – Alfa Romeo 1,0

Konstrukteurs-Wertung
Stand nach 20 von 22 Rennen:

1. Mercedes 546,5 Pkt.
2. Red Bull 541,5
3. Ferrari 297,5
4. McLaren 258,0
5. Alpine 137,0
6. Alpha Tauri 112,0
7. Aston Martin 77,0
8. Williams 23,0
9. Alfa Romeo 11,0

Von

Bianca Garloff