UPDATE: Red Bull-Motorsportchef Helmut Marko dementiert Spekulationen, wonach der neue Renault-Motor ein Zuverlässigkeitsproblem haben könnte. Marko zu AUTO BILD MOTORSPORT: "Wir vertrauen voll auf Renault, die immer weiter aufholen. Sie haben keine Probleme, wie geschildert wurde, sondern sind voll im Programm."
Was war passiert? Bei einem ersten Shakedown, einem ersten Einfahren des Fahrzeugs, schaffte Toro Rosso mit dem Renault-Kundenmotor nur sechs Runden im italienischen Misano (Länge: 4,226 Kilometer). Dann streikte der Motor. Eine solche Probefahrt, begrenzt auf 100 Kilometer und mit langsameren Demonstrationsreifen, ist den Teams gestattet. Der Defekt soll sich als unproblematisch herausgestellt haben. Zum Test nach Barcelona bringt Renault bereits eine weiterentwickelte Variante.
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Der Defekt trat offenbar im Energierückgewinnungssystem auf. Das Triebwerk wurde ins Motorwerk nach Frankreich geflogen um dort genau analysiert zu werden. Renault hat über den Winter das Motorkonzept völlig verändert: Zwar sind Kompressor und Turbolader anders als bei Mercedes weiterhin nicht getrennt, aber bei der Renault-Präsentation erklärte Technikchef Bob Bell, dass 95% des Motors neu sei. Dank des Wegfalls der Tokenregelung, die die Motorentwicklung in den vergangenen Jahren beschränkte.
Solche große Änderungen sind aber immer mit einem Risiko verbunden. Angeblich hat noch kein Motor auf dem Prüfstand die erforderliche Laufleistung geschafft. Bei den Tests wird sich zeigen, ob Marko Recht behält…
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Von

Michael Zeitler