Es läuft noch nicht rund für Deutschlands Nachwuchshoffnung Mick Schumacher (22) in der Königsklasse des Motorsports. Beim ersten Rennen in Bahrain fuhr er Formel-1-Rückkehrer Kevin Magnussen (29) hinterher. Der dänische Formel-1-Rückkehrer, der kurzfristig den gefeuerten Russen Nikita Mazepin als Schumachers Teamkollegen bei Haas ersetzte, fuhr als Fünfter bei seinem Comeback gleich in die Punkteränge, während Schumacher als Elfter diese knapp verpasste. In Saudi Arabien verhinderte ein schwerer Unfall im Qualifying gar den Start vom Sohn der deutschen Rennfahrerlegende Michael Schumacher. Magnussen landete dagegen als Neunter wieder in den Punkten.
Was war passiert: In einer Highspeed-Passage verlor der Deutsche seinen Haas auf einem Randstein, dreht sich und schlug seitlich mit voller Wucht in die Mauer ein. Die Regie zeigte Schumacher zunächst nicht. Stattdessen überall sorgenvolle Blicke. Während der Krankenwagen noch neben der Strecke parkte, ballerten die saudischen Streckenbetreiber unsensibel laute Partymusik über die Streckenlautsprecher.
Sky Q
Sky Core

Mit Sky die F1 live im Angebot für 17,25 Euro monatlich!

Alle Rennen, Qualifyings und Trainings der Formel 1 live. Topaktuelle News und Insights. Individuelles Rennerlebnis mit der Cockpit Kamera.


Erst später gab es Entwarnung. Nach intensiven Untersuchungen konnte Schumacher junior das Krankenhaus verlassen. Doch weil Ersatzteile fehlten und sein Auto nicht rechtzeitig fertig wurde, musste Schumi junior auf das Rennen verzichten. In 14 Tagen in Melbourne wird er wieder dabei sein. „Wir kommen stärker zurück als zuvor“, gibt sich Schumacher auch gleich kampfbereit.
Allein: Ein gesundes Selbstbewusstsein wird er auch brauchen, um aus der ersten Talsohle seiner bisherigen auf maximalen Erfolg getrimmten Karriere herauszukommen. Nach dem Gewinn der Nachwuchsserien Formel 3 und Formel 2 schien alles für den Piloten der Ferrari-Nachwuchsakademie darauf hinauszulaufen, irgendwann wie sein berühmter Vater das legendäre „springende Pferd“ in der Formel 1 zu fahren. Auch sein erstes Formel-1-Jahr 2021 lief noch in die diese Richtung. Zwar war der Haas das mit Abstand langsamste Autos, trotzdem konnte das „Schumi-Kid“ einige Highlights setzen und dominierte vor allem seinen Teamkollegen Nikita Mazepin.
Mick Schumacher und Kevin Magnussen

Magnussens Dominanz im ersten Rennen sorgte aber für erste Risse im Image. Das Problem: Der Däne galt in der schnelllebigen Formel-1-Gesellschaft nie als echter Maßstab. Kevin, Sohn des ehemaligen Formel-1-Piloten Jan Magnussen, wurde schlichtweg unterschätzt. Dabei gab es schon früh Hinweise auf das extreme Talent des Heavy-Metal-Liebhabers. 2014 fuhr er im McLaren-Mercedes bei seinem Formel-1-Debüt in Melbourne auf Anhieb aufs Podium. Ein Zeichen für extremes Talent.
2015 absolvierte Magnussen Testfahrten für Porsche. Der heutige McLaren-Teamchef Andreas Seidl, damals verantwortlich für das erfolgreiche Le-Mans-Projekt des Stuttgarter Sportwagenherstellers, suchte Fahrer für das legendäre 24-Stunden Rennen im Juni. Seidl erinnert sich bei F1-Insider.com: „Kevin war auf Anhieb extrem schnell, er legte einen super Test hin. Ich hätte ihn sofort genommen. Aber er entschied sich, in der Formel 1 zu bleiben.“ Magnussens Porsche bekam stattdessen der Deutsche Nico Hülkenberg, der sogleich den 24-Stunden-Klassiker mit Porsche gewann.
Sky Ticket
Sky Ticket

Die neue Formel 1 Saison mit Sky Ticket SuperSport ab 19,99 Euro sichern

Alle Rennen live und ohne Werbebreaks. Alle Sessions live: Trainings, Qualifyings & Rennen. Außerdem: F2, F3 und der Porsche Supercup.


Magnussens Image ist nicht nur deshalb jetzt anders. Flugs wird er zu den besten Piloten der Königsklasse gezählt. Mick Schumachers Onkel Ralf erklärt warum. „Superschnell war Kevin schon immer“, sagt der Sky-Experte zu F1-Insider.com, „aber ich denke, durch das Jahr Pause hat er den nächsten Schritt gemacht. Ich ziehe meinen Hut vor ihm. Wie er das Maximum aus dem Auto herausgeholt hat – sowohl in Bahrain als auch in Saudi-Arabien – obwohl er dort große technische Probleme im freien Training hatte. Das ist absolute Weltklasse.“
Für seinen Neffen heißt das, so Schumi II: „Mick kann sich jetzt an ihm orientieren. Wenn er auf Augenhöhe mit ihm ist, hat er einen tollen Job gemacht.“

Formel 1 im TV

2022 läuft die Formel 1 bei Sky. Der Sender hat bereits letztes Jahr eigens für die Königsklasse einen neuen TV-Sender eingeführt: Sky Formel 1. Hier gibt es 24 Stunden am Tag Motorsport. Alle Trainingssitzungen, alle Qualifyings, alle Rennen immer live und ohne Werbeunterbrechung. Dazu überträgt Sky auch die Rahmenrennen Formel 2, Formel 3 und den Porsche Supercup. Auf dem Programm stehen zudem historische Rennen und Sondersendungen.

Von

Ralf Bach