Formel 1: Kommentar zum Vettel-Abschied

Formel 1: Kommentar zum Vettel-Abschied

Darum ist Vettels Entscheidung richtig

ABMS-Redaktionsleiterin Bianca Garloff kommentiert Sebastian Vettels Ferrari-Abschied!
Nach sechs Jahren verlässt Sebastian Vettel Ende 2020 also Ferrari. Die Formel-1-Liebesbeziehung in Rot – Schluss, aus, vorbei. (Darum trennt sich Vettel von Ferrari!)
Vettel selbst formuliert es dabei sehr klar: "Um die bestmöglichen Resultate in diesem Sport herauszuholen, ist es unabdingbar für alle Beteiligten, in perfekter Harmonie zusammenzuarbeiten. Das Team und ich haben realisiert, dass es nicht länger den gemeinsamen Wunsch gibt, auch nach dieser Saison zusammenzubleiben." (Hier geht's zu Vettels Ferrari-Bilanz!)

ABMS-Redaktionsleiterin Bianca Garloff mit Sebastian Vettel

Im Klartext heißt das: Die Harmonie in der Beziehung zwischen dem Heppenheimer und der italienischen Diva ist Ernüchterung gewichen. Deshalb ist dies auch die einzig richtige Entscheidung, die Vettel treffen konnte.
Dabei kam es nach meinen Informationen noch nicht einmal mehr zu Verhandlungen. Bereits bevor konkrete Erwartungen hinsichtlich Gehalt und Vertragsdauer ausgetauscht wurden, stand die Trennung fest.
Wer die Ehe Vettel-Ferrari genau beobachtet hat, für den war schon länger klar, dass die Scheidung ins Haus steht. Denn Ferrari hat sich neu verliebt. In Charles Leclerc. Der Monegasse hat mit fünf Jahren den längsten Kontrakt der Ferrari-Historie bekommen. Das war auch ein Zeichen an Vettel. In Zukunft setzt die Scuderia auf einen neuen Star. Der Ex-Champion ist nur noch Beiwerk, Altlast, ein ungeliebtes Auslaufmodell.
Das spürte er natürlich auch selbst. Spätestens in Russland, als er vom Kommandostand durch einen späteren Boxenstopp hinter Leclerc gelotst wurde. Offener hätte Ferrari nicht zeigen können, wer die Zukunft ist. Eigentlich waren die Scheidungspapiere da schon übergeben worden.
Dazu kamen die Spekulationen um den illegalen Ferrari-Antrieb. Wer Vettel kennt, weiß: Der Hesse ist kein Trickser. Als er Wind bekam vom vermeintlich halblegalen Motor, fühlte er sich unwohl in seiner Haut. Das sah man ihm an. Spätestens da ging er auf Distanz zu Ferrari.
Und nun? Vettels Ruf in der Szene ist nach wie vor exzellent. Sowohl Mercedes als auch McLaren-Mercedes gelten als Optionen für den Deutschen. In beiden Varianten hätte er ein deutsches Triebwerk im Heck. Der rein emotionalen Ferrari-Liebschaft könnte also eine eher rationale Vernunftehe folgen. Aber die muss ja nicht weniger erfolgreich sein als die leidenschaftliche Liebelei in Rosarot.

Fotos: Hersteller; Picture Alliance

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