Formel 1: Leclerc holt Las Vegas-Pole
Mercedes-Teamchef sauer: "Geht nur ums Rumeiern"

Ferrari dominiert das Qualifying in Las Vegas. Williams überrascht. Mercedes-Teamchef Wolff beschwert sich über Pirelli-Pneus.
Bild: Ferrari
Ferrari hat in Las Vegas am besten gepokert! Charles Leclerc stellt seinen roten Renner im Qualifying zum Großen Preis in der Stadt der Sünde auf Platz eins.
Dabei hätte es sogar eine rein rote erste Startreihe werden können: Carlos Sainz fährt die zweitschnellste Zeit, muss nach dem Batteriedefekt aufgrund eines Ventildeckel-Einschlags im ersten freien Training aber zehn Startplätze zurück. Formel 1 absurd!
So rückt der Drittplatzierte Max Verstappen nach, genau wie Mercedes-Pilot George Russell als Vierter und Alpines Pierre Gasly als Fünfter. „Wir sind zufrieden“, räumt Red Bulls Chefberater Helmut Marko ein. „Wir wussten dass die Ferraris auf einzelne Runde nicht zu schlagen sind. Wir haben ein paar Umbauten gemacht, um mehr Topspeed zu haben. Ich glaube trotzdem, dass das Rennen über den Reifenverschleiß entschieden wird.“

Für Max Verstappen reichte es nur zu Platz drei in der Qualifikation zum Las Vegas Grand Prix.
Bild: Red Bull Content Pool
Für eine Überraschung sorgt Williams mit Alex Albon und Logan Sargeant auf den Rängen sechs und sieben. „Das war eine Traum-Quali“, schwärmt Williams-Teamchef James Vowles und erklärt: „Es ist sehr sehr kalt hier, das kommt unserem Auto entgegen. Außerdem haben wir nicht so viel Downforce, da helfen die langen Geraden.“
Wolff kritisiert Pirellis Flüster-Reifen
Mercedes-Teamchef Toto Wolff beschwert sich: „Der Reifen reagiert so sensibel (auf ein paar Grad rauf oder runter; d. Red.). Meiner Meinung nach müssen wir eine Lösung finden, dass es wieder ums Schnellfahren geht und nicht ums Rumeiern. Vielleicht sind wir mit den Reifen einen Schritt zu weit gegangen. Im Moment geht es darum, wer am besten flüstert und nicht, wer am schnellsten fährt.“

Nich Hülkenberg erlebte ein durchwachsenes Qualifying in Nevada.
Bild: LAT / Haas
Enttäuscht ist auch Nico Hülkenberg. Der Deutsche verpasst zum sechsten Mal nacheinander den Einzug unter die schnellsten zehn Piloten und beendet Q2 als 13. Sein Teamkollege Kevin Magnussen landet auf Platz neun.
Komplett verwachst hat McLaren. Lando Norris und Oscar Piastri kommen über die Plätze 16 und 19 nicht hinaus. „Unser Auto passt einfach nicht zu diesem Kurs“, gibt Norris zu. „Wir sind nicht gut auf den langen Geraden.
Formel 1 Grand Prix von Las Vegas
Qualifying, Ergebnis
1. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari 1:32,726 Min.
2. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,044 Sek.
3. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,378
4. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +0,386
5. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine +0,513
6. Alexander Albon (Thailand) - Williams +0,597
7. Logan Sargeant (USA) - Williams +0,787
8. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo +0,799
9. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +0,811
10. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin +0,829
11. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes 1:33,837
12. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull 1:33,855
13. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas 1:33,979
14. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin 1:34,199
15. Daniel Ricciardo (Australien) - Alpha Tauri 1:34,308
16. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren 1:34,703
17. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine 1:34,834
18. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo 1:34,849
19. Oscar Piastri (Australien) - McLaren 1:34,850
20. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri 1:36,447
2. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,044 Sek.
3. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull +0,378
4. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +0,386
5. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine +0,513
6. Alexander Albon (Thailand) - Williams +0,597
7. Logan Sargeant (USA) - Williams +0,787
8. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo +0,799
9. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +0,811
10. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin +0,829
11. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes 1:33,837
12. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull 1:33,855
13. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas 1:33,979
14. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin 1:34,199
15. Daniel Ricciardo (Australien) - Alpha Tauri 1:34,308
16. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren 1:34,703
17. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine 1:34,834
18. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo 1:34,849
19. Oscar Piastri (Australien) - McLaren 1:34,850
20. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri 1:36,447
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