Eine Woche ist er jetzt her, der erste McLaren-Sieg seit 2012. Eine Woche Zeit, das Erlebte zu verarbeiten. „Es ist eine Weile her, dass wir einen Sieg feiern konnten. Deswegen war es auch für mich wichtig“, sagt McLaren-Teamchef Andreas Seidl gegenüber F1-Insider.com und Sport1. „Wir leben von diesen Emotionen. Es war super zu sehen, welche Energien da freigesetzt wurden.“
Nur einer verschwand zu früh: Sieger Daniel Ricciardo. Seidl: „Das Wochenende in Monza war intensiv, auch der Abend an der Strecke ziemlich lang. Daniel ist dann direkt ins Bett gegangen, sodass ich die Party mit den Jungs an der Bar übernommen habe. Wir haben die Feier (mit Daniel; d. Red.) dann in Woking nachgeholt.“
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Für den Honigdachs, wie Ricciardo sich selbst nennt, freut sich der deutsche Teamchef: „Für ihn  war der Sieg verdammt wichtig nach der schwierigen Eingewöhnung“, so Seidl. „Er hat in der Vergangenheit gezeigt, dass er einer der Besten ist. Deswegen wollten wir ihn. Ich hoffe, dass er zu alter Stärke zurückkehrt. Wir brauchen zwei bockstarke Fahrer, um den Sprung an die Spitze erfolgreich zu gestalten.“
McLaren Teamchef Andreas Seidl feiert gemeinsam mit Daniel Ricciardo.

Denn trotz des Sieges bleibt der bodenständige Bayer realistisch: „Red Bull und Mercedes können immer um den Sieg fahren, das können wir noch nicht. Auch wenn es diese Saison noch Chancen geben wird, haben wir ein realistisches Bild. Wir wissen, dass uns die andern noch voraus sind. Der Kampf um Platz drei gegen Ferrari wird noch hart werden.“
Trotz weiß Seidl, auf was es ankommt, um McLaren nachhaltig zurück auf die Siegerstraße zu führen. „Ich habe eine klare Vorstellung: Alles muss klar aufgestellt sein. Jeder muss wissen, dass es ums Team geht. Jeder soll sich wertgeschätzt fühlen und Freude an der Arbeit haben. Das versuche ich vorzuleben.“
Trotzdem muss die Euphorie gebremst werden, wenn sie jetzt schon zu groß wird. Seidl: „Im Vergleich zu Red Bull und Mercedes haben wir noch einen weiten Weg vor uns. Ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft bei jedem Rennwochenende um den Sieg fahren können. Wir sind sehr ambitioniert. Trotzdem ist es wichtig, realistisch zu bleiben.“
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Grund: „Wir habe einige Defizite, vor allem in der Infrastruktur beziehungsweise beim Windkanal, der uns fehlt. Erst 2024 wird es das erste Auto geben, das dort entwickelt wird. Aber wir werden versuchen, diese Reise durch die neuen Regularien abzukürzen. Siege wie zuletzt geben neue Energie.“

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