Die Formel-1-Saison ist eröffnet und der erste Trainingssieger heißt Oscar Piastri. Der McLaren-Pilot setzte im zweiten freien Training in Melbourne mit 1:19,729 Minuten die Bestzeit. Auf den weichen Reifen war der Australier vor heimischem Publikum klar schneller als die Konkurrenz. Hinter ihm reihten sich die beiden Mercedes-Piloten Kimi Antonelli und George Russell ein.
Auch Ferrari mischte vorne mit. Lewis Hamilton belegte Rang vier, Teamkollege Charles Leclerc folgte direkt dahinter auf Platz fünf.

Melbourne: Verstappen kämpft mit Problemen

Für Max Verstappen verlief die Session deutlich schwieriger. Schon vor seiner ersten Ausfahrt gab es Ärger: Der Red Bull verlor auf dem Weg aus der Garage plötzlich Leistung und musste zurück in die Box geschoben werden. Erst nach etwa einer halben Stunde konnte der viermalige Weltmeister überhaupt ins Geschehen eingreifen.
Für Max Verstappen reichte es nur zu Platz sechs.
Bild: Pirelli
Am Ende reichte es nur zu Platz sechs, direkt vor Lando Norris im zweiten McLaren. Insgesamt absolvierte Verstappen 29 Runden, doch kurz vor Schluss wurde es noch einmal turbulent. In Kurve zehn rutschte der Niederländer ins Kiesbett und beschädigte dabei Teile des Unterbodens. Danach war sein Training vorzeitig beendet.
Auch Weltmeister Lando Norris blieb nicht von Problemen verschont. Im ersten Training streikte die Getriebe-Elektronik seines McLaren. Der fehlende Fahrbetrieb machte sich später bemerkbar: Mit mehr als einer Sekunde Rückstand kam er lediglich auf Rang sieben.

Mercedes und Ferrari dicht dran

Hinter der Spitze präsentierte sich das Feld insgesamt eng beieinander. Mercedes bestätigte mit Antonelli und Russell eine starke Frühform, während Ferrari mit Hamilton und Leclerc ebenfalls die eigene Favoritenrolle unterstreichen konnte.
Die Top Ten komplettierten Arvid Lindblad, Isack Hadjar und Esteban Ocon. Nico Hülkenberg kam im besten Audi auf Rang zwölf ins Ziel und lag rund anderthalb Sekunden hinter der Bestzeit.
Wegen anhaltender Probleme mit der Honda-Antriebseinheit kamen Fernando Alonso und Lance Stroll nicht über die vorletzten beiden Plätze hinaus.
Bild: Pirelli
Am Ende des Feldes tat sich erneut Aston Martin schwer. Wegen anhaltender Probleme mit der Honda-Antriebseinheit kamen Fernando Alonso und Lance Stroll nicht über die vorletzten beiden Plätze hinaus. Noch schlechter lief es nur für Cadillac: Sergio Perez konnte aufgrund eines Sensor- und später eines Hydraulikdefekts kaum Runden drehen. Immerhin war Teamkollege Valtteri Bottas rund eine Sekunde schneller als die beiden Aston Martin.

Chaos und Beinahe-Crash auf der Strecke

Neben den Rundenzeiten gab es auch mehrere brenzlige Situationen. Gleich zu Beginn kam es zu einer kuriosen Szene zwischen George Russell und Rookie Arvid Lindblad, als beide gleichzeitig losfahren wollten und sich leicht berührten. Der Mercedes blieb jedoch ohne Schäden.
Deutlich gefährlicher wurde es wenig später auf der Start-Ziel-Geraden. Franco Colapinto war mit seinem Alpine langsam auf der Ideallinie unterwegs, als Lewis Hamilton mit hoher Geschwindigkeit auflief. Der Ferrari-Pilot bemerkte die Situation erst spät und konnte gerade noch ausweichen.
Auch mehrere Ausritte sorgten für Action. Russell und Hamilton verbremsten sich jeweils in Kurve drei und mussten durchs Kiesbett. Isack Hadjar und Charles Leclerc leisteten sich ebenfalls kleine Fehler und rutschten kurz neben die Strecke.

McLaren setzt erstes Ausrufezeichen

Nach der Ferrari-Bestzeit im ersten Training setzte im zweiten Durchgang also McLaren ein erstes deutliches Zeichen. Besonders für Piastri war die schnellste Runde vor heimischem Publikum ein starkes Signal zum Start der neuen Saison.