Formel 1: Deutsche-Teamchefs

Formel 1: McLaren und Mercedes

Seidl beeindruckt von Arbeit mit Mercedes

McLaren geht 2021 mit Motoren von Mercedes an den Start. Teamchef Andreas Seidl ist jetzt schon begeistert
Eine Woche mit der Familie in Pfaffenhofen, eine Woche Arbeit in der Fabrik in Woking: Der bayrische McLaren-Teamchef Andreas Seidl (seit 6. Januar 45, er gilt in seiner katholischen Heimat als Dreikönigskind) lebt im Moment mehr oder weniger aus dem Koffer. „Wegen der Pandemie ist die Situation nicht einfach“, sagt er zu ABMS, „aber wir machen das Beste draus. Zuhause arbeite ich meistens online, das meiste geht ja auch damit.“
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Neben der Arbeit gönnt sich Seidl nur ab und zu eine Auszeit. Dabei hat er „viel Bundesliga geschaut. Man merkt, dass der FC Bayern nach der grandiosen Vorjahressaison müde ist, aber zum Glück wollen die anderen anscheinend das nicht nutzen.“

McLaren-Teamchef Andreas Seidl

©McLaren

Trotz der strengen Auflagen, die gerade im Corona-Hotspot Großbritannien bis ins kleinste Detail eingehalten werden müssen, läuft alles nach Plan. „Wir liegen sehr gut in der Zeit. Man darf ja nicht vergessen, dass wir mit Mercedes einen neuen Motorenpartner bekommen. Das bedeutet viel Arbeit im Heckbereich.“ Allein: Seidl ist jetzt schon begeistert von den Technikern aus Brixworth, die dort die Hightech-Hybridmotoren für den Stuttgarter Konzern entwickeln. „Es ist super professionell, wie sie arbeiten. Richtig beeindruckend.“
McLaren wird Sprung machen
Für Seidls Kollegen wie Alpha-Tauri-Teamchef Franz Tost wird McLaren wegen der Zusammenarbeit mit Mercedes noch mal einen großen Sprung machen. „Mercedes hat immer noch den stärksten und besten Motor, da machen wir uns nichts vor. Davon wird McLaren profitieren”, so der Tiroler.
Seidl aber will den Ball flach halten. Mit Renault als Kundenmotor schaffte McLaren schon 2020 den dritten Platz in der Konstrukteurswertung. Mit Mercedes (laut Experten bringt er je nach Strecke einen Vorteil von drei bis fünf Zehntelsekunden) könnte noch mehr möglich sein. Seidl: „Am Ende weiß man aber bis zur ersten Testfahrt nie so genau, wo man steht. Auf dem Papier schaut es so aus, als ob wir stärker sind. Auch weil wir uns bei den Fahrern noch mal verbessert haben. Lando Norris ist ein Jahr erfahrener und mit Daniel Ricciardo haben wir einen Fahrer, der schon mehrmals bewiesen hat, dass er Rennen gewinnen kann.“
In der Tat: Der Australier, der von Renault zu McLaren wechselte und dort den zu Ferrari abgewanderten Spanier Carlos Sainz ersetzt, gilt als Hoffnungsträger. Für viele Insider gehört er neben Lewis Hamilton und Max Verstappen zu den Top-drei-Fahrern der Königsklasse. Und nicht nur für die: Bei den McLaren-Fans steht der Australier, der sich selbst als „Honigdachs“ bezeichnet, schon jetzt ganz hoch im Kurs. Das zeigten die Reaktionen in den sozialen Medien eindeutig.

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Autor: Ralf Bach

Fotos: McLaren

Stichworte:

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