Sieben WM-Titel in Folge, 103 Siege in 139 gefahrenen Rennen seit Beginn der Hybrid-Ära im Jahr 2014: Mercedes dominiert die Formel 1 wie kaum ein Team zuvor. Verantwortlich dafür zeichnet seit 2014 Teamchef Toto Wolff. Doch den Grundstein legten andere – und zu denen gehört auch Michael Schumacher.
Der Rekordweltmeister feierte 2010 sein Comeback im Silberpfeil und leistete bis 2012 wichtige Aufbauarbeit. Das bestätigt auch Wolff gegenüber den ABMS-Reportern.
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Wolff im Rahmen einer Ehrung bereits im vergangenen Jahr: „Erfolg hat immer viele Väter, und Michael war definitiv daran beteiligt, die Basis für den Erfolg dieses Teams zu legen – gemeinsam mit Norbert Haug und Ross Brawn. Ohne sie alle würde es dieses Team in seiner heutigen Form gar nicht geben. Ihre gemeinsame Vorarbeit war die Plattform, die uns diese Seriensiege ermöglicht hat.“
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Michael Schumacher half bei der Grundsteinlegung zum Mercedes-Erfolg.
Das bestätigt im Formel-1-Podcast nun auch Mercedes-Strategiechef James Vowles, der auch Schumachers Leistung als 43-jährige Rennfahrer hervorhebt: „Ich weiß noch, wie glücklich ich über seine Pole-Position (in Monaco 2012; d. Red.) war. Michael hatte eine seiner besten Runden in der Formel 1 gefahren. Aber unsere Herzen waren gebrochen, denn alle hatten sich so sehr gewünscht, dass Schumacher Erfolg hat. Jedem von uns war klar, wie viel Arbeit Michael in dieses Team investiert hatte, und ein Sieg in Monaco wäre eine angemessene Belohnung gewesen. Und ausgerechnet nach dieser tollen Runde musste er fünf Ränge zurück! Das schmerzt mich noch heute. Michael Schumacher hat bei uns nie die Ergebnisse erzielt, welche er verdient hätte.“
Hintergrund: Schumacher wurde wegen einer Strafe aus dem vorangegangenen Rennen in Barcelona fünf Startplätze zurückversetzt und konnte seine Pole nicht nutzen.
Auch Teammanager Ron Meadows beklagt das noch heute: „Wenn ich daran denke, wie sehr Michael am Aufbau des Teams beteiligt gewesen ist, dann ist mein größtes Bedauern, dass er für uns nie gewonnen hat. Michael arbeitete schlicht auf einem anderen Niveau als jeder Fahrer, mit dem wir es vor ihm zu tun gehabt hatten.“
Der Brite arbeitete eng mit Teamchef Ross Brawn zusammen, der Schumacher Ende 2009 vom Comeback im neuen Mercedes-Werksteam überzeugt hatte. Meadows: „Wir wollten alle, dass er siegt, aber es ist nie passiert. Einige Jahre später hat unsere Siegesserie begonnen, und er ist einer der Gründe dafür, wieso wir noch immer gewinnen. Er hat so viel dazu beigetragen, uns zu einem besseren Rennstall zu machen.“
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Denn obwohl der Sieg ausblieb, schimmerte die Genialität des Kerpeners am Steuer auch im Mercedes immer wieder durch. „Michael kannte seine Stärken und Schwächen genau“, berichtet Vowles, „und er hat unablässig an Schwächen gearbeitet. Er war sich dessen bewusst, dass er langsam in die Jahre kam. Aber er ließ nie locker. Ich wünschte nur, wir hätten ihm diesen einen Sieg schenken können. Oder er hätte den Wagen von 2013 fahren können, mit dem wir drei Mal gewinnen konnten und acht Pole-Positions einfuhren.“

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