Formel 1: Mercedes
Mercedes erklärt Radmuttern-Panne

Das Formel-1-Rennen in Monaco war der GP der verpassten Chancen. Mercedes verrät die Hintergründe zum gescheiterten Reifenwechsel bei Valtteri Bottas.
Bild: S. Etherington/Mercedes
Noch nie wäre Mercedes so froh gewesen, ein Rad ab zu haben … Valtteri Bottas‘ (31) Boxenstopp in Monaco dürfte der längste in der Geschichte des Teams gewesen sein. Selbst auf der Rückreise steckte das rechte Vorderrad immer noch am Schwarzpfeil fest. Mittlerweile kursieren in den sozialen Medien sogar Memes, wonach der Finne in Baku immer noch den Pneu mit der roten Markierung aufgeschnallt hat. Ein Witz natürlich. Fest steht dennoch: „Wir konnten das Rad bis in die Nacht nicht lösen“, gibt Technikchef James Allison zu. „Wir werden die Überreste der Schraube abschleifen müssen. Das machen wir dann in der Fabrik.“ Kurios: Laut Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte sogar Ferrari mit einem Vorschlaghammer ausgeholfen. Doch ohne Erfolg. Allison erklärt das Problem: „Wenn wir den Schlagschrauber nicht sauber auf die Radmutter bekommen, dann kann er die Kanten abschleifen. Ein bisschen so, wie wenn ein Kreuzschraubenzieher nicht genau ins Kreuz des Schraubenkopfs passt.“
Für Bottas war es das Ende eines vielversprechenden Rennens. Zum Zeitpunkt des geplanten Reifenwechsels lag er fünf Sekunden hinter dem späteren Sieger Max Verstappen auf Rang zwei. „Ich habe zunächst nur bemerkt, dass es ein langsamer Stopp ist. Aber als ich 30 Sekunden stand und Metallspäne herumfliegen sah, konnte ich es nicht fassen. Das ist natürlich unglaublich enttäuschend und eine Situation, die nie wieder auftreten darf.“
Mercedes will jetzt das Design der Mutter überprüfen. Für Bottas nur ein kleiner Trost.
Bild: S. Etherington/Mercedes
Mercedes will jetzt das Design der Mutter überprüfen. Für Bottas nur ein kleiner Trost. Der Mercedes-Star hat in der WM jetzt schon 58 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Max Verstappen (Red Bull).
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