Formel 1: Mercedes
Hamilton adelt "besten Teamkollegen"

Lewis Hamilton erbt nach Max Verstappens Patzer im Qualifying zum Saudi-Arabien GP die Pole: Mercedes ist wegen Red Bulls Pace trotzdem alarmiert.
Bild: Wolfgang Wilhelm/Mercedes
- Frederik Hackbarth
Für Lewis Hamilton sind es am Samstag bange Sekunden: Der Mercedes-Star steht mit seinem Auto schon im Parc Fermé und lauscht gespannt den Zeitendurchsagen seines Renningenieurs, während WM-Rivale Max Verstappen auf der Strecke zwei Sektorbestzeiten hinknallt. Dann aber crasht Verstappen in der Zielkurve und Hamilton bekommt den erlösenden Funkspruch: Pole-Position. "Puh, da habt ihr mich für einen Moment ganz schön beunruhigt!", atmet er tief durch.
Für Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist die nächste dramatische Wende im Titelkampf "einfach nur verrückt". "Die Formel 1 ist immer voller Überraschungen. Wir hatten Probleme und die Pole war in weiter Ferne, Max fast eine halbe Sekunde vorne. Jetzt sind wir Erster und Zweiter", fasst der Österreicher die spektakulären Schluss-Sekunden des Qualifyings zusammen.
Allerdings macht sich Wolff keine Illusionen: "Durch Max' Crash in der letzten Runde sind wir in einer glücklichen Position. Aber das zählt nur für heute. Das Rennen morgen ist wieder ein ganz anderes Spiel." Mercedes' Pace im Qualifying bereitet Wolff Sorgen: "Wir waren eindeutig nicht schnell genug, wären normalerweise nur Zweiter und Dritter. Das müssen wir analysieren, weil wir das hier nicht erwartet hatten. Wir dachten, dass wir stärker sind."

Verstappen hat nach dem Crash beide Mercedes vor sich
Bild: LAT/Mercedes
Entscheidend könnte im Rennen am Sonntag Valtteri Bottas werden, der sich als Zweiter zwischen die WM-Rivalen geschoben hat. "Max wird alles versuchen. Aber wenn er nach der ersten Kurve weiterhin nur Dritter ist, haben wir einen großen Vorteil. Dann muss er an Valtteri und Lewis vorbei", sagt Wolff.
Hamilton streut seinem scheidenden Teamkollege nach dem Qualifying sogar Rosen: "Die Zusammenarbeit mit Valtteri ist einfach episch. Ich bin stolz auf ihn. Er ist mit Sicherheit der beste Teamkollege, den es je in diesem Sport gab. Wir haben gemeinsam am Setup gearbeitet, um das Auto dahin zu bekommen, wo es sein muss", lobt der Brite.

Für Hamilton ist Bottas der weltbeste Wasserträger...
Bild: S. Etherington/Mercedes
Ein weiterer Nachteil für Hamilton: Titelkonkurrent Verstappen startet auf vier Runden jüngeren Reifen, Hamiltons Mediums für den Start haben bereits acht Runden drauf. "Darüber gab es eine Debatte, aber wir hatten das Gefühl, dass der Reifen nie im Fenster war, wir ihn also nie wirklich beansprucht haben, weil die Temperatur nie wirklich drin war. Jetzt hoffen wir, dass wir ihn nicht zu sehr massakriert haben und er für morgen noch gut genug ist", erklärt Teamchef Wolff.
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