Was für ein Mercedes-Debakel in Baku: Nach 55 Rennen in Folge in den Punkten endet diese Serie: Rang zwölf für Valtteri Bottas, nur Platz 15 für Lewis Hamilton. 
 
Um das einzuordnen: Seit der Einführung der rund 1000 PS starken 1,6-Liter-V6-Turbo-Hybridmotoren 2014 und damit seit Mercedes dauerhaft den Weltmeister stellt, musste der deutsche Premiumhersteller erst zwei Nullrunden verkraften: Beim Spanien-GP 2016 kegelten sich Nico Rosberg und Lewis Hamilton gegenseitig raus, beim Österreich-GP 2018 fielen Hamilton und Bottas technischen Defekten zum Opfer.
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In Baku kamen beide aber ins Ziel! Dass zwei Mercedes das Rennen außerhalb der Punkteränge beenden, gab es seit dem USA-GP 2012 nicht mehr – damals wurde Nico Rosberg 13., Michael Schumacher 16.
Mercedes war in Baku schwach
„Da laufen derzeit viele Dinge bei uns nicht rund“, analysiert Mercedes-Teamchef Toto Wolff. „Wir sind nicht auf unserem normalen Niveau. Wir haben es weder in der Qualifikation noch im Rennen geschafft, die Reifen ins beste Arbeitsfenster zu bekommen. Wir hatten weder im Abschlusstraining noch im Grand Prix ein wirklich schnelles Auto.“

Punkteserie endet nach 55 Rennen

Und so bleibt die Ferrari-Rekordserie von 81 Rennen in Folge in den Punkten (zwischen dem Deutschland-GP 2010 und dem Singapur-GP 2014) weiterhin unerreicht.
Lewis Hamilton war immerhin auf Podestkurs, als er beim Restart in die Auslaufzone schlitterte. Doch Bottas fuhr das gesamte Rennen über nur im Mittelfeld. Wolff: „Ich kann mich nicht daran erinnern, je in einer solch schwierigen Phase gesteckt zu haben. Wenn wir gegen Red Bull Racing bestehen wollen, können wir es uns nicht leisten, wie in Monaco oder hier in Baku Punkte zu verlieren. Das ist nicht akzeptabel.“

Reifen sind das Mercedes-Problem

Das Problem sind vor allem die Reifen, wie Wolff weiter ausführt: „Wir brauchen viel zu viel Zeit, um die Reifen ins Arbeitsfenster zu bringen, und wir haben auch operative Fehler gemacht. Die meiste Zeit haben wir im gewundenen Abschnitt zwischen Kurve sieben und zehn verloren, aber es ist kein Schock, dass unser Auto plötzlich im Niemandsland ist, wir hatten die Probleme mit den Reifen schon in Monaco.“
Immerhin: Titelkontrahent Max Verstappen blieb ebenfalls punktlos. Hamilton ist bis auf vier Punkte an Verstappen dran. Wolff: „Wir sind Kämpfer und werden diese Wut in positive Energie umwandeln.“

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