Der Mobilitäts-Wandel greift in der Formel 1 um sich. Erst veräußerte Sebastian Vettel seine Supersportwagen und bekannte sich zur Wahl der Grünen, jetzt schafft auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff Platz in seiner Garage.
Der Wiener verkauft gleich vier Supercars, davon zwei von Formel-1-Konkurrent Ferrari. Grund: „Ich habe keine Zeit mehr, die Autos zu fahren“, so Wolff, der einräumt. „Und es sieht auch nicht besonders gut aus, wenn ich mit einem Ferrari durch die Gegend cruise.“ Fest steht: Auch Wolff trägt der (auto)mobilen Revolution. Rechnung. „Ich stelle jetzt mit Mercedes auf Elektro um“, verrät er.
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Wer jetzt ins Grübeln kommt: Seine Schätzchen sind größtenteils über den britischen Autohändler Tom Hartley jr. zu haben, bei dem auch Vettel seine Supercars angeboten hatte.
LaFerrari Aperta
Das Highlight: der LaFerrari Aperta, also die Targa-Variante des Hybrid-Supercars aus Maranello, limitiert auf 210 Exemplare. Wolff hat das Modell 2018 neu gekauft. Der Hybridantrieb (6,3-Liter-V12 plus Elektromotor) kommt auf eine Systemleistung von 963 PS. Der Innenraum ist gespickt mit Carbon-Elementen. Außerdem besitzt der Renner ein Kamera-Kit, mit dem sich beispielsweise Runden auf einer Rennpiste aus mehreren Perspektiven filmen lassen. Den Preis erfahren nur ernsthafte Interessenten. Allein der Schätzwert des mit 50 Kilometern auf dem Tacho fast jungfräulich daherkommenden roten Renners dürfte mit vier Millionen Euro bei Autoliebhabern zu Schweißausbrüchen führen.
Modell Nummer zwei im illustren Angebot: ein Ferrari Enzo, der Vorgänger also des LaFerrari. 2003 gebaut, 2014 von Wolff gekauft. Laut Verkäufer Hartley Jnr. absolvierte Wolff damit nur 350 Kilometer, die allerdings im Rahmen einer Ausfahrt durch die Alpen mit seinem 2019 verstorbenen Mercedes-Kompagnon Niki Lauda. Der 660 PS starke Sechsliter-V12 hat insgesamt erst 2379 Kilometer unter die Räder genommen. Auch sein Wert wird auf etwa 3 Millionen Euro geschätzt.
Mercedes SL 65 AMG Black Series
Nummer drei: ein Mercedes SL 65 AMG Black Series. So einen hat auch Vettel auf den Markt geworfen. 2009 wurde der Extrem-AMG gebaut, insgesamt gibt es nur 350 Exemplare. Die Leistungsdaten: 670 PS aus einem Sechsliter-V12-Turbo und ein maximales Drehmoment von 1000 Newtonmeter. Kurios: Wolff half als einer von vier Testfahrern, unter anderem auf der Nordschleife, bei der Entwicklung des Autos mit. Der ursprüngliche Listenpreis lag bei rund 300.000 Euro
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Beim „Dorotheum“ bietet Wolff zudem einen Mercedes-AMG GT R an. Die mattgraue Flunder wurde 2018 gebaut und 2019 von Wolff gekauft. Eine Plakette auf der Mittelkonsole zeigt die Unterschrift des Mercedes-Teamchefs. Für Autofans spannender sind die technischen Daten: Der Vierliter-V8-Biturbo leistet 585 PS und hat 2500 Kilometer auf dem Buckel. Geschätzter Preis: um die 200 000 Euro.
Damit steht fest: Als Formel-1-Teamchef dürfte das Gehalt zufriedenstellend ausfallen…

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