Formel 1: Mercedes gibt Rosberg Schuld
Rosberg akzeptiert interne Strafe

Heile Welt nach dem Krisengipfel bei Mercedes? Teamführung sieht weiter in Rosberg den Schuldigen und bestraft ihn auch. Stallorder bleibt ausgeschlossen.
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- Frederik Hackbarth
Nach dem Teamkollegencrash von Spa kam es am Freitag in der Mercedes-Fabrik in Brackley zur großen Aussprache zwischen beiden Fahrern und der Teamführung. Dabei haben Sportchef Toto Wolff und Technikboss Paddy Lowe ihre Linie vom Rennsonntag weiter durchgezogen und Nico Rosberg als Verantwortlichen für die Kollision genannt. "Während des Meetings übernahm Nico die Verantwortung für die Berührung in Runde zwei des Belgien-Grand-Prix. Er entschuldigte sich für seine Fehleinschätzung", teilte Mercedes in einer Presseerklärung mit. Gleichzeitig habe man "angemessene Disziplinarmaßnahmen" beschlossen. Genauere Angaben wurden nicht gemacht, es dürfte sich hierbei aber um eine Geldstrafe handeln.
Kein neuerlicher Crash toleriert
Auch wurden für die Zukunft noch einmal klar die Grenzen für beide Fahrer abgesteckt. "Mercedes-Benz bleibt seiner Linie von hartem, aber fairem Rennsport weiterhin treu. Dies ist der richtige Weg, um Weltmeisterschaften zu gewinnen. Es ist gut für das Team, die Fans und die Formel 1", hieß es. Und weiter: "Lewis und Nico verstehen und akzeptieren die oberste Maxime des Teams: Die Fahrzeuge des Teams dürfen sich auf der Strecke nicht berühren. Es wurde klargestellt, dass ein weiterer solcher Zwischenfall nicht toleriert wird", so die Aussendung. Stallorder wird es also auch in Zukunft nicht geben. "Die Fahrer dürfen für den Rest der Formel-1-Weltmeisterschaftssaison 2014 weiter frei gegeneinander fahren."
Rosberg entschuldigt sich

Eng zugehen soll es zwischen den Mercedes-Stars - berühren wie zuletzt in Spa dürfen sie sich aber nicht
Hamilton räumt Mitschuld ein
Teamkollege Lewis Hamilton spielte den Gönnerhaften: "Nico und ich akzeptieren, dass wir beide einen Fehler gemacht haben, und ich finde, es wäre falsch, mit dem Finger auf einen zu zeigen und zu sagen, wer schlimmer ist als der andere." Der WM-Zweite: "Wichtig ist, wie wir als Team an solchen Situationen wachsen. Wir gewinnen und verlieren zusammen, und als Team werden wir daraus gestärkt hervorgehen. Zwischen Nico und mir existiert nach wie vor eine tiefe Grundlage, auf die wir aufbauen können, trotz der schwierigen Zeiten und Unterschiede." Hamilton gab aber auch zu einzusehen, dass es aus Teamsicht inakzeptabel ist, wenn sich die beiden Fahrer mit dem besten Auto gegenseitig Punkte kosten.
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