Formel 1: Mercedes-Sieg und McLaren-Crash
McLaren-Schock in Kanada

Bild: F1 / X
Mercedes meldet sich eindrucksvoll zurück: George Russell gewinnt den Grand Prix von Kanada und verwandelt seine Pole-Position souverän in den ersten Saisonsieg für die Silberpfeile. Max Verstappen bleibt ohne echte Angriffsgelegenheit Zweiter. McLaren zerstört sich derweil im teaminternen Duell selbst.
Russells erster Sieg seit Las Vegas 2024 ist gleichzeitig ein ganz wichtiger für Mercedes. Denn: Durch das Doppelpodium mit Rookie Andrea Kimi Antonelli auf Rang drei schiebt sich das Team in der Konstrukteurs-WM an Ferrari vorbei auf Platz zwei.
Max Verstappen klebt zwar über weite Strecken im DRS-Fenster des Mercedes, doch der Red Bull ist auf dem Circuit Gilles Villeneuve nie wirklich in der Lage, ernsthaft anzugreifen.

George Russell holt den ersten Saisonsieg für Mercedes.
Bild: Jiri Krenek/Mercedes
Dennoch versucht Red Bull den Sieg nach dem Rennen am grünen Tisch doch noch zu erobern und protestiert gegen Russells Fahrweise während einer Safetycar-Phase zu Rennende. Grund: Da bremst der Brite kurz so stark ab, dass Verstappen ihn zeitweise überholen muss. Anschließend wirkt es, als ließe er mehr als die erlaubten zehn Wagenlängen Abstand. Allein: Die Rennkommissare sehen das anders und schmettern den Protest ab.
McLaren crasht sich vom Podium
Das Drama des Tages spielt sich kurz vor Schluss ab. In Runde 67 rauschen Lando Norris und Oscar Piastri im Kampf um Platz vier ineinander. Norris trifft seinen Teamkollegen auf der Zielgeraden am Heck, nachdem Piastri vor ihm innen (zu) wenig Platz lässt. Der Engländer gibt die Schuld am Funk sofort zu, muss seinen Papaya-Renner allerdings beschädigt abstellen. Piastri kann unter Safetycar immerhin weiterfahren und wird Vierter.
„Ich hätte es nie versuchen sollen“, räumt Norris später ein. „Ich dachte, er würde ein wenig nach rechts driften, also dachte ich, ich hätte eine kleine Chance, nach links zu gehen.“ Doch das Manöver sei viel zu riskant gewesen, „besonders gegen meinen Teamkollegen“, so der McLaren-Star, der sich anschließend auch bei Piastri entschuldigt. „Zum Glück ist ihm nichts passiert und ich habe den Preis für meinen Fehler bezahlt.“
Hamilton überfährt Murmeltier
Ferrari weiß weiter nicht zu überzeugen: Charles Leclerc landet als Fünfter vor Lewis Hamilton. Der Brite ist chancenlos, weil er zu Beginn des Rennens ein Murmeltier überfährt. Dabei wurde auch sein Auto beschädigt. "Mir fehlte einfach eine Menge Performance", erklärt Hamilton.

Nico Hülkenberg schafft es wieder in die Punkte.
Bild: Andy Hone/LAT Images/Sauber
Besser läuft es erneut für Aston Martin: Fernando Alonso holt mit Platz sieben wichtige Punkte. Ebenfalls stark: Nico Hülkenberg (Sauber). Der Emmericher fährt im Sauber auf Rang acht und belohnt sich für ein cleveres Rennen. Ocon (Haas) und Sainz (Williams) komplettieren die Top Ten.
Reifenpoker und Strategie: Hard schlägt Medium
Die Topteams setzen zu Beginn auf Medium-Reifen – und liegen damit daneben. Die C5-Mischung baue schneller ab als erwartet. Wer auf den harten Reifen startet, kann deutlich länger draußen bleiben und hat im Rennverlauf die bessere Strategie. Red Bull versucht den Undercut, Mercedes reagiert sofort. Am Ende ist Russell der verdiente Sieger.
Nächster Halt: Österreich. Nach einer Woche Pause geht’s weiter mit dem Grand Prix auf dem Red Bull Ring in Spielberg (29. Juni).
Formel 1 Kanada Grand Prix 2025
Rennen, Ergebnis
1. George Russell (GB), Mercedes, 1:31:52,688 Std.
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +0,228 Sek.
3. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +1,014
4. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +2,109
5. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +3,442
6. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +10,713
7. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +10,972
8. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +15,364
9. Esteban Ocon (F), Haas, +1 Runde
10. Carlos Sainz (E), Williams, +1
11. Oliver Bearman (GB), Haas, +1
12. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +1
13. Franco Colapinto (RA), Alpine, +1
14. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +1
15. Pierre Gasly (F), Alpine, +1
16. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +1
17. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1
18. Lando Norris (GB), McLaren, + 4 *
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +0,228 Sek.
3. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +1,014
4. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +2,109
5. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +3,442
6. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +10,713
7. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +10,972
8. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +15,364
9. Esteban Ocon (F), Haas, +1 Runde
10. Carlos Sainz (E), Williams, +1
11. Oliver Bearman (GB), Haas, +1
12. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +1
13. Franco Colapinto (RA), Alpine, +1
14. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +1
15. Pierre Gasly (F), Alpine, +1
16. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +1
17. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1
18. Lando Norris (GB), McLaren, + 4 *
Ausgefallen
Liam Lawson (NZ), Racing Bulls
Alex Albon (T), Williams
Liam Lawson (NZ), Racing Bulls
Alex Albon (T), Williams
Formel 1: WM-Stand
Fahrer
1. Oscar Piastri 198 Punkte
2. Lando Norris 176
3. Max Verstappen 155
4. George Russell 136
5. Charles Leclerc 104
6. Lewis Hamilton 79
7. Kimi Antonelli 63
8. Alex Albon 42
9. Esteban Ocon 22
10. Isack Hadjar 21
2. Lando Norris 176
3. Max Verstappen 155
4. George Russell 136
5. Charles Leclerc 104
6. Lewis Hamilton 79
7. Kimi Antonelli 63
8. Alex Albon 42
9. Esteban Ocon 22
10. Isack Hadjar 21
Formel 1: WM-Stand
Teams
1. McLaren 374 Punkte
2. Mercedes 199
3. Ferrari 183
4. Red Bull Racing 162
5. Williams 55
6. Haas 28
7. Racing Bulls 28
8. Aston Martin 22
9. Sauber 20
10. Alpine 11
2. Mercedes 199
3. Ferrari 183
4. Red Bull Racing 162
5. Williams 55
6. Haas 28
7. Racing Bulls 28
8. Aston Martin 22
9. Sauber 20
10. Alpine 11
Service-Links
