Was für eine Machtdemonstration von Weltmeister Max Verstappen in Miami: Nach seinem Fehler im Qualifying und nur dem neunten Startplatz, rollt der Red-Bull-Star das Feld am Sonntag von hinten auf und schnappt sich mit seiner überragenden Pace wie schon im Vorjahr den Sieg in Florida.
Bitter ist das vor allem für Teamkollege und WM-Herausforderer Sergio Perez, der sich von der Pole aus große Hoffnungen auf den zweiten Sieg in Serie nach Baku gemacht hatte, mit Verstappens Speed am Sonntag aber einfach nicht mithalten kann. Obwohl er von ganz vorne startet und Verstappen von P9, hat er am Ende das Nachsehen: Eine saftige Watschn für den Mexikaner.
Max Verstappen war in Miami zu schnell für die Gegner.
Bild: Red Bull Content Pool

"Wo Max heute wirklich den Unterschied gemacht hat, war zwischen Runde 20 und 40, mit seiner Pace auf den gebrauchten Reifen. Das war sehr eindrucksvoll", lobt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. Mit seinem 38. Karriere-Sieg zieht Verstappen am Sonntag auch mit Sebastian Vettel gleich als erfolgreichster Red-Bull-Pilot der Historie.
"Ein gutes Rennen. Ich habe mich am Anfang aus allen Problemen rausgehalten, das Auto im Griff gehabt und bin lange auf harten Reifen draußengeblieben, was am Ende den Unterschied gemacht hat heute", freut sich Verstappen im Ziel. "Gestern war ein Rückschlag, aber ich bin ruhig geblieben", erklärt der Niederländer und fügt hinzu: "Von platz Neun aus zu gewinnen, ist natürlich immer toll."
"Der erste Stint mit den gelben Reifen war wirklich schwach, da habe ich das Rennen eigentlich schon verloren. Für Max war es ein verdienter Sieg", kommentiert Perez.
Der letzte Platz auf dem Podium in Miami geht an Fernando Alonso, der Platz drei diese Saison abonniert zu haben scheint: Bis auf Baku wurde der spanische Altmeister bisher in allen Rennen Dritter. Dahinter schlägt George Russell im Mercedes den Ferrari von Carlos Sainz. Teamkollege Lewis Hamilton macht das Gleiche mit Charles Leclerc im Kampf um Rang sechs.
Nico Hülkenberg fand in Miami nicht in die Spur.

Bild: Haas

Während Haas-Teamkollege Kevin Magnussen nach seinem starken vierten Startplatz immerhin den letzten Punkt für Platz zehn mitnehmen kann, geht Nico Hülkenberg in Miami leer aus. Der Deutsche beendet den Grand Prix auf der 15. Position.
"Es war ein schwieriges Rennen und lief nicht ganz so, wie wir wollten. Der Start war okay, aber wir hatten dann Schwierigkeiten im Verkehr: Wenn wir von anderen Autos umgeben sind, kämpfen wir mit der Konstanz und dem Grip", sagt Hülkenberg im Ziel und erklärt: "Das hat es für mich heute schwer gemacht, denn dadurch hat man höheren Reifenabbau."
Kurios: Zum erst 14. Mal in der Geschichte geht der Grand Prix am Sonntag ohne einen einzigen Ausfall über die Bühne.

Formel 1 Grand Prix von Miami
Ergebnis

1. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull 1:27:38,241 Std.
2. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +5,384 Sek.
3. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin +26,305
4. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +33,229
5. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +42,511
6. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +51,249
7. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari +52,988
8. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine +55,670
9. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine +58,123
10. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas +1:02,945 Min.
11. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri +1:04,309
12. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +1:04,754
13. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo +1:11,637
14. Alexander Albon (Thailand) - Williams +1:12,861
15. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas +1:14,950
16. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo +1:18,440
17. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +1:27,717
18. Nyck de Vries (Niederlande) - Alpha Tauri +1:28,949
19. Oscar Piastri (Australien) - McLaren + 1 Rd.
20. Logan Sargeant (USA) - Williams + 1 Rd.

Fahrer-Wertung, Stand nach 5 von 23 Wettbewerben

1. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull 119 Pkt.
2. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull 105
3. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin 75
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes 56
5. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari 44
6. George Russell (Großbritannien) - Mercedes 40
7. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari 34
8. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin 27
9. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren 10
10. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine 8
11. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas 6
12. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine 6
13. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo 4
14. Oscar Piastri (Australien) - McLaren 4
15. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo 2
16. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri 2
17. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas 2
18. Alexander Albon (Thailand) - Williams 1

Konstrukteurs-Wertung, Stand nach 5 von 23 Wettbewerben

1. Red Bull 224 Pkt.
2. Aston Martin 102
3. Mercedes 96
4. Ferrari 78
5. McLaren 14
6. Alpine 14
7. Haas 8
8. Alfa Romeo 6
9. Alpha Tauri 2
10. Williams 1