Aus Mexiko ging’s für Formel-1-Pilot Mick Schumacher (22) direkt nach Brasilien. Kulinarisch heißt das: nach  den Tacos ab in die Churrascaria! „Da war ich gestern Abend mit dem Team“, verrät der Haas-Pilot den Besuch in einem der berühmten brasilianischen Fleisch-Restaurants.
Nach seinem vorzeitigen Ausfall in Mexiko freut sich der Sohn von Michael Schumacher auf gleich zwei Rennen auf dem Kurs in Sao Paulos Stadtteil Interlagos. Grund: An diesem Wochenende gibt es neben dem klassischen GP am Sonntag auch wieder den Samstags-Sprint. „Es ist eine Strecke mit viel Geschichte und ich freue mich, meine eigene Geschichte zu starten“, sagt er. „Die Strecke ist sehr spaßig und speziell.“
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Und sie ist bekannt für Dramen: 2006 absolvierte sein Vater Michael dort sein letztes Rennen für Ferrari, 2012 für Mercedes. 2012 wurde Sebastian Vettel nach einer Aufholjagd zum zweiten Mal Weltmeister. 2008 war Felipe Masse 30 Sekunden lang Champion, bevor Lewis Hamilton doch noch Timo Glock überholte und so seinen ersten WM-Titel errang. Und: Mick Schumachers Mutter Corinna hat einst einen Straßenhund aus Brasilien im Privatjet mit nach Hause genommen. Mick lacht: „Das war Flo. Die gibt es leider nicht mehr. Aber sie ist 16 Jahre alt geworden.“
Für Mick Schumacher geht’s nach seinem Ausfall in Mexiko in Brasilien weiter.
Überhaupt sind Tiere ein großer Ankerpunkt im Leben von Mick Schumacher. „Hunde und Tiere sind wichtig für mich“, stellt er fest. „Leider kann ich meinen Hund Angie (einen Australian Shepard; d. Red.) nicht überall mit hinnehmen, wenn ich mit dem Flugzeug fliege.“ Im Interview mit der DPA ergänzte er kürzlich: „Man muss immer einen Ausgleich finden. Mit einem Hund in der Natur zu sein, passt da wunderbar. Es ist auch deswegen spannend, weil man sich mit einem Lebewesen auseinandersetzt, während man in der Formel 1 viel mit Maschinen und Technik beschäftigt ist.“
So wie an diesem Wochenende in Sao Paulo. Zur Vorbereitung ist Mick „100 bis 150 Runden im Simulator gefahren. Das kann mir helfen, um zu wissen, wo es lang geht. Aber in der Realität muss man seine eigenen Erfahrungen machen. Das ist wichtig an einem Wochenende mit nur einem freien Training vorm Qualifying.“ Das findet schon am Freitagabend statt.
Schumachers Ziel ist wie immer die zweite Runde des Qualifyings – und im Rennen die schwarz-weiß-karierte Flagge. „Sotchi war das erste und bisher einzige Rennen mit technischem Ausfall“, rekapituliert er. „Das ist schon eine Nummer.“
Auch sein Teamchef Günther Steiner lobt: „Von 18 Rennen 16 ins Ziel zu bringen, ist eine starke Leistung in der ersten Saison. Er hat einen guten Job gemacht.“
Und trotzdem muss der junge Schumacher nach seinem Formel-2-Titel im vergangenen Jahr 2021 vor allem am Ende des Feldes seines Sporen verdienen und bei Überrundungen Platz machen. Das heißt aber nicht, dass er nicht weiter für Erfolge brennt. „Ich hab nicht das Gefühl, dass ich das (Kämpfen um vordere Plätze; d. Red.) verlernt habe und spüre nach wie vor den Hunger zu kämpfen und irgendwann wieder um Siege zu fahren.“
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Weil Schumacher in seiner Presserunde verschnupft klang („Die Folge von zu viel Klimaanlagen in Mexiko.“), wurde er auch auf die weiter grassierende Corona-Pandemie angesprochen. Kurze und präzise Antwort des Deutschen: „Ich bin selber geimpft, das spricht für sich.“

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Von

Bianca Garloff