Herr Schumacher, wir stehen kurz vorm Ende Ihrer ersten Formel-1-Saison. Wie zufrieden sind Sie bisher mit Ihren Leistungen?
Ich glaube, ich kann zufrieden sein. Wir haben gute Rennen gezeigt und uns stetig verbessert.
Was viele Fans vielleicht nicht verstehen: dass alle Autos anders sind und unseres leider das langsamste ist. Trotz dieser Ausgangssituation
war nicht alles schlecht. Ich fühle mich extrem wohl im Team und im Auto.
Ihr Teamchef hat Sie zwischenzeitlich dennoch relativ hart für den ein oder anderen Trainingscrash kritisiert.
Die Kritik hat mich in keinster Art und Weise negativ beeinflusst. Im Gegenteil: Die Leistung, die danach gekommen ist, hängt ein bisschen auch damit zusammen. Denn aus Kritik soll man ja lernen. Und lieber mache ich jetzt solche Fehler als dann, wenn es um die Wurst geht.
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Im Teamduell gegen Nikita Mazepin ging es auch recht intensiv zur Sache.
Intern war es eigentlich ein weniger hart geführtes Duell. Aber es war neu und ungewohnt für mich, dass man gewisse Themen in den Medien so offen austrägt. Im Endeffekt habe ich mich damit allerdings nicht wirklich groß aufgehalten, sondern einfach mein Ding
weitergemacht.
Ihr Ding haben Sie auch auf der Strecke gemacht und bewiesen, dass Sie sich durchsetzen können – nicht nur gegen Mazepin …
Besonders Spaß gemacht hat mir da natürlich das Duell mit Max (Verstappen; d. Red.) in Budapest. Da habe ich gezeigt, dass ich meine
Ellenbogen ausfahren kann.
Mit Sebastian Vettel sind Sie eng befreundet. Wo konnte er Ihnen helfen?
Ich hatte am Anfang recht viele Fragen. Und die hat er mir alle beantwortet. Er kennt meinen Papa sehr gut und ist dadurch für mich der erste Ansprechpartner in der Formel 1 geworden. Er hat so viel Erfahrung und alle Situationen schon mal durchgemacht.
Mick Schumacher
Das Formel-1-Fahrerlager ist ein Haifischbecken. Kann Vettel Ihnen da auch politisch helfen?

Sagen wir mal so: Ich hoffe, dass ich mir mit seinen Ratschlägen ein paar Fehler ersparen kann.
Sie haben zuletzt gesagt, dass die Lernphase, die Sie gerade durchmachen, Sie irgendwann in die Lage versetzen soll, um den WM-Titel zu kämpfen. Ist das aus jetziger Sicht ein realistisches Ziel?
Auf jeden Fall. Sonst wäre ich im falschen Sport. Ich habe schon das Gefühl, dass ich es schaffen kann, eines Tages Weltmeister zu werden. Wenn ich das Gefühl nicht hätte, würde ich ja jemand anderem ein Auto wegnehmen, um einfach nur mitzurollen. Ich strebe nach dem Erfolg in der Formel 1.
Inwiefern wird Ihnen jetzt noch mehr bewusst, was Ihr Vater geleistet hat?
Ich habe einen Riesenrespekt davor, was Papa geleistet hat. Wobei das für mich auch schon recht klar war, als ich angefangen habe. Denn alleine der Weg in die Formel 1 ist hart, besteht aus viel Arbeit und vielen Überstunden. Und wenn man in der Formel 1 ankommt, wird das nicht weniger, sondern man muss noch mal das Doppelte leisten. Dass mein Papa das über so viele Jahre mit so viel Erfolg geschafft hat, macht mich schon stolz und spornt mich an.
Ihr nächster Schritt ist, Haas ins Mittelfeld zu führen. Wie gehen Sie da vor?
Jeder Fahrer hat eine andere Herangehensweise. Manche arbeiten lieber für sich. Ich bin jemand, der gemeinsam mit dem Team wachsen will und versucht, das Beste aus jedem rauszuholen. Ich glaube, dass das mittel- bis langfristig auch das Team voranbringen wird.
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Wollen Sie sich so nächstes Jahr ins Visier von Top- Teams wie Ferrari fahren?
Mein Fokus liegt auf 2022. Da will ich gut abschneiden, mein Talent und meinen Arbeitswillen zeigen und beweisen, dass ich das Zeug habe, weiter vorn mitzumischen. Aber mir ist auch klar, dass ich den nächsten Schritt machen .muss

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Von

Ralf Bach
Bianca Garloff