Formel 1 vor der Sommerpause – Zeit für Neuling Mick Schumacher (22) Bilanz zu ziehen. Der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher (52) hat bislang in allen zehn Rennen die Zielflagge gesehen, acht Mal kam er vor seinem Teamkollegen Nikita Mazepin ins Ziel. Beste Platzierung: ein 13. Rang in Aserbaidschan.
Wichtiger aber: Der Deutsche hat viel gelernt und ist mit seinem Haas-Team zusammengewachsen. „Zu Beginn des Jahres war die Arbeit anders, nennen wir es mal grobkörniger“, sagt er. „Es galt, die ganze Formel 1 kennenzulernen. Inzwischen, und das gilt auch für die zweite Saisonhälfte, arbeiten wir an Feinheiten, etwa in Sachen Abstimmung des Autos oder was die Linienwahl angeht.“
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Dass er bei Haas im schlechtesten Auto des Feldes sitzt, stört den jungen Schumi nur bedingt. „Generell dürfen wir mit der ersten Saisonhälfte zufrieden sein“, betont er. „Es ist ja bekannt, dass wir unseren Wagen kaum entwickelt haben, um uns ganz auf die Saison 2022 mit dem komplett neuen Wagen zu konzentrieren. Die anderen Rennställe haben entwickelt, daher ist der Abstand zur Konkurrenz eher größer geworden. Das ist schade, war aber zu erwarten.“
Ziel bleibt: „In die Punkte fahren – aber es ist auch klar, dass wir dazu ein etwas verrücktes Rennen brauchen.“
Schumacher selbst will sich „in allen Belangen weiter verbessern, vor allem mit Feinheiten bei der Arbeit mit meinen Ingenieuren und mit der Abstimmung des Rennwagens. Ich habe immer noch eine sehr steile Lernkurve.“
Mick Schumacher
Dabei bekommt Mick schon jetzt viel Lob für seine Arbeit mit den Ingenieuren. „Es war uns allen von Anfang an klar, dass er sehr, sehr offen für alle Ideen ist“, verrät Haas-Renningenieur Ayao Komatsu. „Wenn wir ihm also sagen: ‚Lass uns das ausprobieren oder jenes‘, dann ist er gerne bereit, es zu tun, auch wenn er anderer Meinung ist.“
Das war in der Vergangenheit offenbar nicht immer so, berichtet Schumacher selbst überrascht: „Ich probiere Sachen auf der Strecke immer sofort aus, wenn mir die Ingenieure Vorschläge machen. Mir wurde gesagt, dass andere Fahrer das früher gar nicht gemacht haben. Die haben lieber ihren eigenen Kopf durchgesetzt.“
Dazu kommt: Klassenprimus Schumacher war von Anfang an auf Tempo, während sein Teamkollege Mazepin laut Komatsu anfangs „etwas zurück lag“. Das habe allerdings auch am Fahrverhalten des Autos gelegen, das nicht zum Fahrstil des Russen gepasst habe.
Der Renningenieur: „Nikita mag viel mehr Stabilität, vor allem in Hochgeschwindigkeitskurven, wohingegen Mick gut mit einem weniger stabilen Auto umgehen kann.“ Allerdings wurde der Haas zuletzt mehr in Mazepins Richtung entwickelt. Grund: „Um die Reifen im Rennen zu schonen, müssen wir manchmal mehr Wert darauf legen, ein Auto zu haben, das die Gummis nicht so hart rannimmt.“ Auch ein Grund, weshalb Mazepin Schumacher in Silverstone überholen konnte.
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Fest steht: Für beide bleibt die Saison 2021 ein Lehrjahr. Schlusswort Teamchef Günther Steiner: „Auf der fahrerischen Seite lernt man, dass man gegen die besten Leute der Welt fährt. Ich denke, sie machen gute Fortschritte, aber ich bin sicher, dass sie noch mehr erreichen können.“ Auch wenn noch nichts offiziell ist: Es sieht danach aus, dass beide die Saison 2022 im Haas-Ferrari in Angriff nehmen werden.

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