Ex-GP-Sieger Ralf Schumacher (45) hat sich im Formel-1-Fahrerlager längst als einer der meinungsstärksten Experten etabliert. Seine Analysen bei Sky sind auf den Punkt gebracht, er nimmt nie ein Blatt vor den Mund. Auch in seiner neuesten Kolumne für den deutschen Pay-TV-Sender legt er die Geschehnisse beim Rennen in Baku genau unter sein erfahrenes Brennglas.
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Was für ihn gar nicht geht: Dass Mick Schumachers Teamkollege Nikita Mazepin sich und Ralf Schumachers Neffen kurz vor der Ziellinie mit einem riskanten Manöver in große Gefahr gebracht hat. Deshalb fordert er eine Strafe für den Russen. Bei F1-Insider.com konkretisiert er welche: „Ein Rennen Sperre wäre die richtige Maßnahme, damit Nikita mal nachdenken kann, was er da gerade veranstaltet.“ Der ehemalige BMW-Williams-, Jordan- und Toyota-Pilot habe die entsprechenden Stellen auch schon darauf hingewiesen.
Kurz vor der Ziellinie setzt Schumacher zum Konter an, rauscht am Ende 0,074 Sekunden vor Mazepin durchs Ziel.
In seiner Kolumne bei Sky analysierte Schumacher: „Mick hat sich sukzessive gesteigert im Rennen. Er ist wirklich stark gefahren und war teilweise anderthalb Runden vor seinem Teamkollegen. Dieses Zucken von Mazepin beim Überholmanöver geht aber gar nicht. Wir reden hier von Geschwindigkeiten von über 300 Kilometern pro Stunde. So was ist lebensgefährlich. Wenn man Rad an Rad fährt, kann man auch schnell mal fliegen gehen. Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn 750 Kilogramm ins Fliegen kommen.“
Deshalb, so Schumacher, gehöre Mazepin dringend bestraft. Schumacher: „Er hat zwar zurückgezuckt, aber man muss sich das mal im Auto vorstellen, was da passiert. Mazepin ist außerhalb des Cockpits ein toller junger Mann. Wenn man sich mit ihm unterhält, ist er extrem höflich. Aber im Rennen, das fängt schon beim Überrunden an, wo er oft im Weg ist, da hat er dringend Nachholbedarf.“

Ralf Schumacher analysiert als Experte, nicht als Familienmitglied

Der Onkel von Mick Schumacher analysiert als Experte und nicht als Familienmitglied, wenn er sagt: „Ich weiß nicht, ob die Rennleitung da nicht mal genauer hinsehen müsste – auch bei diesem Vorfall. Ich finde das gefährlich und inakzeptabel. Für mich ist das eine klare Strafe. So etwas darf keine Schule machen, dieses Zucken bei 350 Kilometern pro Stunde. Das geht gar nicht.“
Auch Mick Schumacher selbst war er am Boxenfunk direkt nach dem Rennen mächtig sauer auf seinen Teamkollegen, wütete am Funk: „Was zur Hölle war das? Ehrlich? Im Ernst? Will er uns umbringen?“
Im Interview bei Sky gab sich Schumi III zurückhaltender, aber immer noch irritiert: „Das war im Auto gar nicht schön. Ich muss mir das Video noch einmal ansehen.“
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Von

Ralf Bach