Formel 1: Neuer Fahrer für Austin
Dieser Ex-Bulle kommt zurück

Brendon Hartley wird in Austin sein Formel-1-Debüt geben. Sieben Jahre nachdem er aus dem Red-Bull-Programm flog, kämpft er sich nun zurück.
Bild: Picture-Alliance
- Michael Zeitler
- Ralf Bach
Sebastian Vettel, Max Verstappen, Daniel Ricciardo – das Red-Bull-Förderprogramm ist eines der erfolgreichsten überhaupt. Aber auch das härteste. Wer keine Leistung bringt, fliegt schonungslos raus. Und steht vor dem Trümmerhaufen seiner Karriere. Eine zweite Chance bekam bisher noch keiner. Aber in Austin wird für Toro Rosso ein Ex-Bulle fahren, der vor sieben Jahren aus dem Nachwuchsprogramm rausgeschmissen wurde: Brendon Hartley. Wie Auto Bild Motorsport erfuhr, steht nun fest, dass Hartley in den USA das Auto von Pierre Gasly fährt.
Von 2008 bis 2010 war der heute 27-Jährige Formel-1-Testfahrer für Red Bull und Toro Rosso. Doch weil er in den Nachwuchsserien nicht die gewünschte Leistung brachte, musste er gehen. Aus den Trümmern seiner Rennkarriere baute Hartley inzwischen eine prachtvolle Laufbahn auf: 2017 gewann er mit Timo Bernhard und Earl Bamber zum ersten Mal das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, außerdem steht er mit seinem 1000 PS starken Porsche-LMP1-Prototyp vor dem zweiten Titelgewinn in der Sportwagen-WM nach 2015.

Pierre Gasly fehlt beim USA GP. Hartley übernimmt
Noch ist unklar, wer 2018 für Toro Rosso starten wird. Pierre Gasly hat überzeugt, fällt aber für Austin aus. Honda will, dass der Franzose in der Super Formula den Titel gegen den Konkurrenten Toyota gewinnt. Carlos Sainz wechselt zu Renault. Daniil Kvyat kommt zwar zurück, doch der Russe hat mit nur vier Punkten 2017 wenig überzeugt. Toro Rosso will für 2018 num auch Brendon Hartley prüfen.
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Hartley wäre der neunte Neuseeländer in der Formel 1, aber der erste seit Mike Thackwell 1984 in Kanada (Ausfall im RAM-Hart).
Und: In den letzten 40 Jahren kam es erst drei Mal vor, dass ein Team während der Saison vor einem Grand Prix gleich beide Fahrer austauscht – zuletzt 1994 das Lotus-Team. Vor dem Europa-GP ersetzte Lotus Philippe Adams mit Eric Bernard und Johnny Herbert mit Alessandro Zanardi.
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