Formel 1: Nur noch Hamilton
Was ist bloß mit den Briten los?

Das ist ein Schock für die motorsportbegeisterte Insel: Großbritannien stellt ab Austin nur noch einen Fahrer. Ein Blick zurück und nach vorn.
Bild: Picture-Alliance / Hersteller
- Michael Zeitler
Formel-1-Krise in Großbritannien! Nach dem Rauswurf von Jolyon Palmer bei Renault ist Lewis Hamilton der letzte britische Fahrer in der Startaufstellung. Immerhin: Der Brite führt die Tabelle an, schickt sich an, zum vierten Mal Weltmeister zu werden – und wäre damit der erfolgreichste Brite aller Zeiten.
Aber der Abgang von Palmer ist für die Insel trotzdem bemerkenswert: Mit 142 Piloten stellte keine andere Nation so viele Formel-1-Fahrer. Beim englischen Grand Prix 1972 waren sogar 17 Briten am Start – mehr als ein anderes Land jemals stellte. Und jetzt? Erstmals seit Frankreich 1980 wird beim USA-GP nur ein Brite ins Qualifying gehen.

Ist Lando Norris der nächste britische F1-Pilot?
Großbritannien ist das Kernland des Motorsports. Sieben von zehn Teams haben ihren Sitz in England. Im Umkreis von Silverstone lebt jeder Zweite vom Rennsport, hat in dieser Branche seinen Arbeitsplatz. Trotzdem: Auch Engländer brauchen nationale Helden um nachhaltig Begeisterung zu schaffen. Stürzt die Insel in die Rennsport-Krise?
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Mitnichten! Denn in den Nachwuchs-Rennserien sind derzeit einige Briten, die über kurz oder lang den Aufstieg in die Formel 1 schaffen werden. Allen voran Supertalent Lando Norris, der aktuell auf dem Weg zum Titel in der Formel-3-Europameisterschaft ist und bereits ins Förderprogramm von McLaren aufgenommen wurde. Auch George Russell ist als Mercedes-Junior sowie frisch gebackenem GP3-Meister der Formel 1 einen Schritt näher gekommen.
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