Ostern ist das höchste Fest der katholische Kirche. An diesem Tag einen Grand Prix abzuhalten, war auch der Formel 1 lange Zeit ein No-go. Erst 1985 fand das erste von bisher 16 WM-Rennen am Ostersonntag statt – mit Alain Post als Rennsieger.
Die Osterrennen waren oftmals spektakulär. 1989 gewann Nigel Mansell völlig überraschend den Brasilien-GP im Ferrari. Die Testfahrten liefen für Ferrari so schlecht, dass Mansell schon vor Rennende einen Flug nach Hause gebucht hatte und er mit weniger Benzin im Tank zumindest zu Beginn des Rennens ein wenig Show zeigen wollte. Doch zur Verwunderung aller hielt sein Auto und Mansell gewann.
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Schumi gewann die meisten Oster-Rennen
Ayrton Senna 1993 in Donington
Beim Osterrennen 1993 hat Ayrton Senna ein wahres Feuerwerk abgebrannt. Beim legendären Regen-GP in Donington überholte der Superstar unter anderem Michael Schumacher, Alain Prost und Damon Hill innerhalb der Startrunde. Es war eines der besten Rennen von Senna – und ein völlig verrückter Grand Prix. 64 Boxenstopps wurden gezählt – ein Rekord, der erst beim China-GP 2010 übertroffen wurde.

Erster Sieg für Ralf Schumacher

An Ostern ein Rennen in Großbritannien abzuhalten, ist wettertechnisch nicht die beste Idee. Das wurde 1993 deutlich, aber vor allem 2000. Eiseskälte und Dauerregen ließen am Trainings-Freitag das F1-Fahrerlager in Silverstone zittern. Legendär, wie David Coulthard nur mit Socken durch den Schlamm gewatet ist. Es scheint geholfen zu haben: Das Rennen gewann er.
Ein Jahr später war die Formel 1 an Ostern in Imola vor Ort. Das Rennen war nicht spektakulär, aber doch historisch: Ralf Schumacher feierte im BMW-Williams seinen ersten Sieg in der Königsklasse des Motorsports. Damit sind die Schumis das einzige F1-Bruderpaar, das jeweils gewinnen konnte. 2003 starteten die beiden den Imola-GP – ebenfalls an Ostern – aus der ersten Reihe. Wenige Stunden vor dem Rennstart starb ihre Mutter Elisabeth. Michael gewann das traurigste Rennen seiner Karriere, Ralf kam auf Rang vier ins Ziel.

Heidfeld crasht ins Medical Car

Im Jahr 2002 gastierte die Formel 1 an Ostern in Brasilien. Im Warm-up hatte Nick Heidfeld eine Schrecksekunde zu verkraften. Er raste in das Medical Car, das gerade wegen eines Unfalls von Enrique Bernoldi ausgerückt war. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Das Rennen gewann Michael Schumacher – allerdings nach einer Kollision mit Juan-Pablo Montoya.
Schumi gewann die meisten Oster-Rennen
Sebastian Vettel gewinnt 2017 den Bahrain GP
Der bislang letzte Oster-Rennsieger heißt übrigens Sebastian Vettel. Schon 2010 gewann er an Ostern den Malaysia-GP. 2017 überlistete er Lewis Hamilton beim Bahrain-GP am Start und Valtteri Bottas durch einen Undercut an der Boxengasse. Schade, dass dieses Jahr kein Oster-GP stattfindet. Für Vettel wäre das ein gutes Omen gewesen.
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Alle Oster-Rennsieger der Formel 1

1985 Alain Prost (McLaren-Porsche) Brasilien-GP
1988 Alain Prost (McLaren-Honda) Brasilien-GP
1989 Nigel Mansell (Ferrari) Brasilien-GP
1993 Ayrton Senna (McLaren-Ford) Europa-GP
1996 Damon Hill (Williams-Renault) Argentinien-GP
1997 Jacques Villeneuve (Williams-Renault) Brasilien-GP
1998 Michael Schumacher (Ferrari) Argentinien-GP
2000 David Coulthard (McLaren-Mercedes) Großbritannien-GP
2001 Ralf Schumacher (BMW-Williams) Imola-GP
2002 Michael Schumacher (Ferrari) Brasilien-GP
2003 Michael Schumacher (Ferrari) Imola-GP
2007 Fernando Alonso (McLaren-Mercedes) Malaysia-GP
2008 Kimi Räikkönen (Ferrari) Malaysia-GP
2010 Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) Malaysia-GP
2014 Lewis Hamilton (Mercedes) China-GP
2017 Sebastian Vettel (Ferrari) Bahrain-GP

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