Starke Startpositionen für die beiden deutschen Formel-1-Asse beim Grand Prix in Mexiko: Sebastian Vettel nimmt das Rennen am Sonntag als Neunter auf, Landsmann Mick Schumacher fährt vom 14. Platz aus los. Möglich macht das, neben diverser Motor- und Getriebestrafen für die Konkurrenz, auch die gute Leistung der Deutschen im Qualifying.
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Zumindest im Fall von Schumacher droht diese am Samstag aber etwas unterzugehen, denn im Fokus steht nach dem Zeittraining einmal mehr der teaminterne Zwist mit Stallgefährte Nikita Mazepin. Der Russe will Schumacher im Stau nach einer roten Flagge in Q1 überholen, um schneller zu fahren und so Temperatur in seine Reifen zu bekommen, fragt deshalb via Funk beim Team an, kassiert aber eine klare Abfuhr.
Später stänkert Mazepin: "Es war die gleiche Situation wie in Zandvoort (als Schumacher ihn überholen durfte; d. Red.), aber das Team hat mir diesmal ein Nein gegeben. Ich habe darauf gehört, halte mich an die Regeln. Aber es sieht halt so aus als wären die Regeln auf der anderen Seite der Garage ein bisschen anders." Obwohl Mazepin nicht das erste Mal eine Bevorzugung Schumachers andeutet, beteuert er: "Mein Verhältnis zum Team ist gut."
Mick Schumacher in Mexiko
Mick Schumacher versteht die Aufregung seines Teamkollegen nicht. "Ein Rennen fährt der eine vorne, das nächste Rennen der andere. Es gibt von meiner Seite aus da nicht viel zu kommentieren", bleibt Schumi Jr. cool.
Etwas mehr Redebedarf sieht Teamchef Günther Steiner, zeigt aber auch Verständnis für Mazepin: "In der Hitze des Gefechts sagt man schon mal Sachen. Nikita hat eine Frage gestellt, das kann er natürlich machen. Klar ist aber auch, dass die Fahrer nicht sehen, was sonst noch alles vor ihnen passiert. Wir aber schon: Wir haben die Reifentemperaturen, die Positionen der anderen Fahrzeuge, einfach das ganze Bild. Wenn er Mick überholt, steckt er dafür hinter jemand anders fest. Deswegen sind wir bei der Entscheidung geblieben", so Steiner.
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Am Ende liegt Schumacher etwas mehr als vier Zehntel vor Mazepin, stellt im Quali-Duell mit dem Russen auf 16:2 - und blickt dem Sonntag optimistisch entgegen: "Ich freue mich sehr darauf, morgen mitten im Getümmel zu sein, das macht immer Spaß. Vielleicht können wir am Start noch ein paar Positionen gutmachen", sagt Schumacher: "Das wäre wertvoll, weil man hier so schwer überholen kann."
Mick, der Mazepin-Schreck
Darauf hofft auch Kumpel Sebastian Vettel. Der Aston-Martin-Star scheitert als Elfter zwar knapp am Einzug in die finale Quali-Runde, rückt durch die Strafen aber zwei Plätze vor. "Schade, dass wir Q3 verpasst haben. Nur zwei Zehntel hinter McLaren zu sein, ist aber trotzdem eine gute Leistung für uns", findet Vettel.
"Mein erster Run war echt schlecht, da hatte ich ein Abreißvisier im Heckflügel hängen, vielleicht hat das das Auto komplett durcheinander gewürfelt. Aber der zweite Run war gut, damit konnten wir zumindest die Autos schlagen, die wichtig waren, um die ersten zu sein, die davon profitieren, dass die davor eine Strafe haben", erklärt der Heppenheimer.
Während Teamkollege Lance Stroll früh im Qualifying crasht und für eine rote Flagge sorgt, darf Vettel sich am Sonntag in Mexiko gute Chancen auf Punkte ausrechnen. "Wenn wir uns am Start behaupten können, können wir ein gutes Rennen haben. Die Autos vor uns sind ein bisschen schneller, die dahinter etwas langsamer. Unsere Pace sah gestern gut aus, wir sollten also genug im Köcher haben, um da zu bleiben, wo wir sind", sagt Vettel.

Stand Qualifying-Duelle 2021:

Lewis Hamilton – Valtteri Bottas 14:4
Max Verstappen – Sergio Pérez 16:2
Lando Norris – Daniel Ricciardo 11:7
Lance Stroll – Sebastian Vettel 7:11
Esteban Ocon – Fernando Alonso 9:9
Charles Leclerc – Carlos Sainz 12:6
Pierre Gasly – Yuki Tsunoda 18:0
Kimi Räikkönen – Antonio Giovinazzi 6:11
Mick Schumacher – Nikita Mazepin 16:2
George Russell – Nicholas Latifi 18:0
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Von

Frederik Hackbarth