Formel 1: Qualifying zum Belgien Grand Prix
Leclerc erbt Spa-Pole von Dominator Verstappen

Charles Leclerc schnappt sich dank Verstappen-Strafe die Pole zum Belgien GP. Bitter läuft es für Nico Hülkenberg: Letzter nach Technikdefekt am Haas.
Bild: Red Bull Content Pool
- Frederik Hackbarth
Nach einem verregneten Tag in Spa kommt pünktlich zum Qualifying auf dem berüchtigten Ardennen-Kurs am frühen Freitagabend die Sonne raus: Am Ende dürfen neben ihr diesmal sogar zwei Fahrer strahlen: Max Verstappen, der mit Mega-Vorsprung die schnellste Runde dreht, und Charles Leclerc, der die Pole am Sonntag vom Niederländer erbt.
Mit 0,820 Sekunden Vorsprung brummt Verstappen der Konkurrenz dabei den nächsten gehörigen Denkzettel auf: "Ich bin ja nicht weit weg von hier aufgewachsen, es ist also wie ein zweites Heimrennen für mich", grinst der Red-Bull-Dominator nach Q3. Dabei hätte er dieses fast nicht erreicht: Als Zehnter kommt Verstappen im zweiten Abschnitt nur ganz knapp weiter, fliegt nach einem kleinen Fehler zudem fast von der Bahn: "Es war tricky und echt eng, am Ende hatte ich da wirklich Glück", pustet der WM-Leader später durch.
In Q3 packt Verstappen dann aber den Hammer aus: "Mit zwei Runden und zwei frischen Reifensätzen hat man natürlich etwas mehr Vertrauen und Spielraum, da habe ich dann mehr riskiert. Der zweite Sektor war an manchen Stellen aber noch etwas feucht, da musste man eine andere Linie nehmen als normal", erklärt der Red-Bull-Pilot seine schnelle Runde.

Charles Lecler startet von der Pole in den Belgien Grand Prix.
Bild: Ferrari
Allein: Der Umstand, dass Verstappen für die Startaufstellung zum Grand Prix am Sonntag (Start 15 Uhr, live auf Sky) wegen Getriebewechsels eine Rückversetzung um fünf Startplätze aufgebrummt bekommt, trübt die Freude etwas: "Ich wusste ja, dass ich Sonntag hinter muss, die Pole war heute also das Beste, was ich machen konnte", sagt Verstappen, der sich aber erinnert: "Letztes Jahr hatte ich hier noch mehr Strafen und wir konnten trotzdem das Rennen gewinnen, das ist wieder das Ziel. Dass das Auto schnell ist, haben wir ja heute gezeigt."
Nutznießer Leclerc freut sich trotzdem: "Kein schlechtes Qualifying für uns, vor allem weil es bei diesen Bedingungen immer schwer ist alles zusammenbekommen. Da habe ich viel Arbeit reingesteckt, weil das vor einigen Monaten noch nicht gut bei uns lief, das scheint sich also auszuzahlen." Der Ferrari-Star weiß aber auch: "Wir müssen noch mehr arbeiten, denn Max war zu schnell heute, also die Pole war definitiv nicht drin." Zumindest nicht ohne die Strafe für den F1-Dominator...
Im gleichen Auto hat diesem auch Teamkollege Sergio Perez weiter nichts entgegenzusetzen, der noch hinter Leclerc Dritter wird. Mercedes-Star Lewis Hamilton muss sich mit Rang vier begnügen. Klar in der Hackordnung sind am Freitag indes die fünf Top-Teams, denn Red Bull, Ferrari, Mercedes, McLaren und Aston Martin schaffen es mit jeweils beiden Autos in die Top-10.

Nico Hülkenberg hatte nach Hydraulikproblemen an seinem Haas in der Quali keine Chance.
Bild: LAT / Haas
Bitter läuft der Freitag für Nico Hülkenberg: Der Deutsche, diese Saison im Qualifying zumeist eine Bank, wird durch Hydraulikprobleme an seinem Haas eingebremst und muss sich deshalb mit dem 20. und letzten Startplatz fürs Rennen zufriedengeben. Ärger gibt es auch bei F1-Rückkehrer Daniel Ricciardo, dessen schnellste Runde in Q1 wegen der Streckenlimits gestrichen wird, wodurch der Australier ebenfalls in der letzten Startreihe landet.
Bereits am Samstag steht in Spa der Sprint an, mit dem Sprint-Shootout (12 Uhr, live auf Sky) und dem anschließenden Sprintrennen (Start 16.30 Uhr).
Formel 1 Grand Prix von Belgien
Qualifying, Ergebnis
1. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull 1:46,168 Min.
2. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari +0,820 Sek.
3. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +0,877
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +0,919
5. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,984
6. Oscar Piastri (Australien) - McLaren +1,197
7. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +1,501
8. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +1,637
9. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin +1,675
10. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +2,673
11. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri 1:53,148
12. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine 1:53,671
13. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas 1:54,160
14. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo 1:54,694
15. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine 1:56,372
16. Alexander Albon (Thailand) - Williams 2:00,314
17. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo 2:00,832
18. Logan Sargeant (USA) - Williams 2:01,535
19. Daniel Ricciardo (Australien) - Alpha Tauri 2:02,159
20. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas 2:03,166
2. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari +0,820 Sek.
3. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +0,877
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +0,919
5. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +0,984
6. Oscar Piastri (Australien) - McLaren +1,197
7. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +1,501
8. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +1,637
9. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin +1,675
10. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin +2,673
11. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri 1:53,148
12. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine 1:53,671
13. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas 1:54,160
14. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo 1:54,694
15. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine 1:56,372
16. Alexander Albon (Thailand) - Williams 2:00,314
17. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo 2:00,832
18. Logan Sargeant (USA) - Williams 2:01,535
19. Daniel Ricciardo (Australien) - Alpha Tauri 2:02,159
20. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas 2:03,166
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