Wieder eine Ferrari-Pole in den USA: Nach Carlos Sainz im Vorjahr ist dieses Jahr Teamkollege Charles Leclerc dran, der im Qualifying am Freitag die Nase vorne hat. Der Monegasse schnappt sich mit 0,13 Sekunden Vorsprung vor den beiden Briten Lando Norris (McLaren) und Lewis Hamilton (Mercedes) den ersten Startplatz.
"Wir haben als Team einen tollen Job gemacht, hatten schon ein gutes Training und damit eine gute Basis", freut sich Leclerc: "Das Auto hat sich gleich gut angefühlt, das hat sich im Qualifying fortgesetzt. Ich bin sehr happy über die Pole." Mit Blick auf den Start und die enge erste Kurve sagt Leclerc: "Turn eins ist hier zwar immer tricky, aber ich starte trotzdem lieber vorne als weiter hinten im Pack."
Formel 1
In Kurve 19 ist Verstappen gut sichtbar neben der Piste
Bild: F1/X

So wie Max Verstappen: Der Saisondominator im Red Bull leistet sich im Qualifying gleich mehrere Fehler. Bereits in Kurve eins verbremst er sich, anschließend überfährt er in Kurve 19 die Streckenlimits, weshalb ihm seine schnellste Runde gestrichen wird. Besonders bitter: Sie hätte um den Hauch von fünf Tausendsteln zur Pole gereicht! "Ich habe mich verschätzt", gibt er später zu. Stattdessen nur Startplatz sechs für Verstappen, der bereits vor dem Ärger am Ende nicht gut auf Teamkollege Sergio Perez zu sprechen ist, weil dieser ihm seiner Meinung nach auf seiner ersten schnellen Runde in Q3 im Weg steht.
Große Enttäuschung auch bei Aston Martin: Fernando Alonso und Lance Stroll scheiden als 17. und 19. schon in Q1 aus, der Spanier ist danach entsprechend bedient: "Am liebsten würde ich den ganzen Tag wiederholen. Es ging schon heute Früh schlecht los, Lance ist gar nicht gefahren, ich kaum. Mit einem neuen Paket haben wir jetzt zu viele Unbekannte, wie wir mit dem neuen Auto umgehen sollen. Wir sind etwas blind ins Qualifying gegangen und jetzt sehen wir das Resultat", sagt der Spanier.
Alonso macht aus seinem Frust keinen Hehl: "Ab jetzt gibt es nichts mehr, was wir tun können, also müssen wir das restliche Wochenende als Test nützen, auch für nächstes Jahr, selbst wenn das schmerzhaft wird."
Formel 1
Nico Hülkenberg kommt im Austin-Qualifying nicht weit
Bild: Haas

Bedient ist am Freitag auch Nico Hülkenberg: Der Deutsche kann aus seinem runderneuerten Haas beim Heimspiel des Teams nichts machen. Weil ihm seine schnellste Rundenzeit wegen Überschreiten der Streckenlimits gestrichen wird, scheidet Hülkenberg schon im ersten Quali-Segment aus und startet nur als 16. in den Grand Prix am Sonntag (Start: 21 Uhr deutscher Zeit, live auf Sky). Davor steht am Samstag in Austin noch der Sprint an (Start: 0 Uhr deutscher Zeit).

Formel 1 Grand Prix der USA
Qualifying, Ergebnis

1. Charles Leclerc (Monaco), Ferrari, 1:34,723
2. Lando Norris (Großbritannien), McLaren, 1:34,853
 3. Lewis Hamilton (Großbritannien), Mercedes, 1:34,862
 4. Carlos Sainz (Spanien), Ferrari, 1:34,945
 5. George Russell (Großbritannien), Mercedes, 1:35,079
 6. Max Verstappen (Niederlande), Red Bull Racing, 1:35,081
 7. Pierre Gasly (Frankreich), Alpine, 1:35,089
 8. Esteban Ocon (Frankreich), Alpine, 1:35,154
 9. Sergio Pérez (Mexiko), Red Bull Racing, 1:35,173
 10. Oscar Piastri (Australien), McLaren, 1:35,467
 11. Yuki Tsunoda (Japan), AlphaTauri, 1:35,697
 12. Guanyu Zhou (China), Alfa Romeo, 1:35,698
 13. Valtteri Bottas (Finnland), Alfa Romeo, 1:35,858
 14. Kevin Magnussen (Dänemark), Haas, 1:35,880
 15. Daniel Ricciardo (Australien), AlphaTauri, 1:35,974
 16. Nico Hülkenberg (Emmerich), Haas, 1:36,235
 17. Fernando Alonso (Spanien), Aston Martin, 1:36,268
 18. Alex Albon (Thailand), Williams, 1:36,315
 19. Lance Stroll (Kanada), Aston Martin, 1:36,589
 20. Logan Sargeant (USA), Williams, 1:36,827