Formel 1: Ralf Schumacher über Mick

Formel 1: Ralf Schumacher über Mick

„Steiner ein Glücksfall für Mick“

Mick Schumacher wird der dritte Schumi in der Formel 1. Der zweite Schumacher, Ralf, spricht hier über seinen Neffen
Was der Name Schumacher in Deutschland immer noch bedeutet, bewies SWR1. Der ARD-Sender mit extrem großer Reichweite vermeldete den Einsteig Mick Schumachers (21) in die Formel 1 in seinen Hauptnachrichten. Zwischen Corona-News und US-Wahlchaos wurde die offizielle Bekanntgabe, dass der Sohn der deutschen Motorsportikone 2021 nun auch auf höchster Ebene in die Fußstapfen des Übervaters tritt, als eine der Hauptschlagzeilen präsentiert. Dass Schumacher junior dabei bei Haas eher mit einem kleinen Team, bei dem die Siegchancen gegen Null gehen, den Angriff auf die automobile Königsklasse wagt, spielte dabei keine Rolle.
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Im Gegenteil: Für Micks Onkel Ralf Schumacher (45) ist besonders der Südtiroler Haas-Teamchef Günther Steiner (55) ein Grund, optimistisch zu sein. Der Ex-Formel-1-Star zu F1-Insider.com: "Haas war zwar die einzige Wahl, die Mick hatte, aber für mich wegen Günther Steiner ein Glücksfall. Typen wie Steiner oder Franz Tost (Alpha Tauri-Teamchef, die Red.), die geradeaus sind und genau wissen, wie man mit jungen Fahrern umgeht, sind genau die, die man am Anfang als Chef haben will.“ Denn, so Schumacher: „Sie machen einen in jeder Beziehung besser und reifer. Sowohl menschlich als auch sportlich."

Mick Schumacher

©LAT / Haas

Bei Alfa-Romeo, dem zweiten Ferrari-Partnerteam, bei dem Schumacher zur Debatte stand, wäre das laut Onkel Ralf nicht der Fall gewesen. Schumi II: "Dort ist der Franzose Frédéric Vasseur Teamchef. Ich glaube nicht, dass er die gleiche Sensibilität entwickelt hätte, die junge Fahrer brauchen. Zudem hoffe ich, dass Ferrari sich in Zukunft viel mehr auf Haas konzentriert, wenn es um Zusammenarbeit geht. Ich bin sicher, dass Mick gerade bei Haas und mit Günther Steiner seinen Weg gehen wird.“ Dann der entscheidende Nachsatz: „Dass er es kann, hat er schon zur Genüge bewiesen."
Schumacher hat aber nicht nur eine Meinung zu der Situation seines Neffen. Der Sky-Experte sieht es auch positiv, dass Mercedes-Junior George Russell (22) am Wochenende in Bahrain den Corona-positiv getesteten Superstar Lewis Hamilton (35) ersetzen wird. Schumacher: „Russell ist ein großes Talent und hat die Beförderung verdient. Ich bin überzeugt: Er wird einen guten Job machen. Er hat gar nichts zu verlieren, Teamkollege Valtteri Bottas dagegen schon.“
Was Schumacher meint: „Bottas wirkt in letzter Zeit von seiner ganzen Körpersprache her nicht gerade selbstsicher. Je länger die Saison dauert, desto mehr verliert er gegen Hamilton. Er ist in Bahrain nach Hamiltons Ausfall der Teamleader, von dem alle den Sieg erwarten und man geht davon aus, dass er Mercedes-Neuling Russell im Griff hat. Sollte das nicht der Fall, schwant mir Böses.“
Schumacher rechnet dann sogar damit, dass Bottas’ Meredes-Laufbahn schneller beendet ist, als ihm lieb sein kann. Der Kerpener: „Dann kann ich mir gut vorstellen, dass wir in der nächsten Saison George Russell an der Seite von Lewis Hamilton erleben werden. Bottas hat zwar einen Vertrag, aber ich kenne die Formel 1. Ich bin sicher, dass Toto Wolff (Mercedes-Teamchef, die Red.) einen Vertrag gemacht hat, der auch gewisse Schlupflöcher für den Fall der Fälle beinhaltet.“

Fotos: LAT / Haas

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