Siegen ist das Eine. Ehrlichkeit und Transparenz das andere. Für Red-Bull-Chefberater Helmut Marko (78) ist es deshalb wichtig, auch nach Rennen, die wie der GP von Saudi Arabien im Chaos zu versinken drohten, die Emotionen so gut wie möglich im Griff zu halten und sich von der aufgeheizten Atmosphäre nicht zu unwahren Aussagen hinreißen zu lassen.
Nach dem Rennen am Sonntag sorgte der Jurist aus Graz deshalb für Verwirrung, weil er vor laufenden Kameras davon sprach, Beweise zu haben, wonach sein Topfahrer Max Verstappen (24) in der alles überstrahlenden 37. Runde eben keinen Bremstest mit Mercedes-Titelrivalen Lewis Hamilton gemacht hat. Marko live im TV: „Dieses Manöver, über das sich Hamilton beschwert hat, können wir widerlegen. Laut unserem Dateningenieur ist der Bremsdruck immer gleichgeblieben. Hamilton hat sich einfach verschätzt.“
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Die Daten, die später von den Rennkommissaren ausgewertet wurden, gaben aber Hamilton recht. Sie belegten eindeutig, dass der Niederländer verbotenerweise auf die Bremsen stieg, um den dicht hinter ihm fahrenden Briten zu irritieren. Bei ABMS entschuldigt sich jetzt Marko für seine ersten Aussagen: „Ich habe zum Zeitpunkt der Fernsehinterviews genau die Informationen weitergegeben, die ich von den Ingenieuren vorher bekommen hatte. Die stimmten offenbar nicht, also tut mir das leid.“
Dr. Helmut Marko
Die F1-Richter sprachen dem Red-Bull-Piloten nachträglich eine Zehn Sekunden-Strafe aus, die allerdings keine Auswirkungen auf das Ergebnis hatte. Weil er genügend Vorsprung auf den Drittplatzierten Valtteri Bottas (Mercedes) hatte, wurde Verstappen immer noch hinter Sieger Lewis Hamilton als Zweiter gewertet. Wichtig für Verstappen dabei: Der Niederländer geht damit trotz Punktgleichheit mit dem siebenmaligen Weltmeister als WM-Führender zum Saisonfinale nach Abu Dhabi kommendes Wochenende. Grund: Der Holländer hat einen Sieg mehr (9) auf dem Konto als sein Titelkonkurrent von Mercedes.
Allein: Das könnte der entscheidende Faktor für Verstappen im am Limit geführten WM-Duell sein. Grund: Macht keiner der beiden einen Punkt, wäre der Niederländer das erste Mal Weltmeister. Nach den hochgekochten Emotionen erwarten nicht wenige, dass deshalb eine Kollision das Titelduell entscheiden könnte.
Marko will davon nichts wissen: „Das traurige Kapitel Saudi Arabien ist jetzt hoffentlich zugeklappt. Wir jedenfalls schauen nur nach vorne. Wir wollen in Abu Dhabi gewinnen und so den Titel gewinnen. Dafür werden wir alles tun, aber keine unfairen Aktionen starten. Wir hatten in Saudi Arabien schon das Tempo, um mit Hamilton mithalten zu können. Die Strecke in Abu Dhabi sollte uns dabei mehr entgegenkommen.“
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Fest steht: Beim Finale Furioso, das sich weltweit geschätzte 200 Millionen Zuschauer anschauen werden, ist Verstappen psychologisch im Vorteil. Aus zwei Gründen: Hamilton muss defensiver fahren, um keinen Ausfall zu riskieren. Dazu kommt: Nach Verstappens Strafe in Saudi-Arabien darf der Brite keine grenzwertigen Manöver fahren. Denn die Regelhüter der FIA dürften sich kaum erlauben, Manöver Hamiltons durchgehen zu lassen, für die ein Verstappen schon mehrmals in dieser Saison bestraft wurde.

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Von

Ralf Bach