Formel 1: Red Bull flirtet mit VW
Renault mit vielen Problemen

Flieht Red Bull wegen Renaults anhaltender Probleme mit dem Motor in die Arme von VW? Helmut Marko lobt die Deutschen - der Konzern ist noch skeptisch.
Bild: Getty Images
- Ralf Bach
- Bianca Garloff
Ausgerechnet beim langsamsten Rennen des Jahres hatte Sebastian Vettel die größte Pannenserie der Saison. Zunächst streikte sein Antrieb im Qualifying, als der Elektromotor nicht funktionierte und ihn so die erste Startreihe kostete. Im Rennen musste der Weltmeister erneut mit Motorproblemen aufgeben. AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr jetzt: Ein Lager im Antrieb des Turboladers war defekt. Deshalb riegelte die Elektronik das Getriebe ab und Vettel blieb im ersten Gang stecken. Red Bull verliert langsam die Geduld mit Renault. Bis zum Heimrennen in Österreich am 22. Juni gibt das Vettel-Team den Franzosen jetzt noch Zeit.
Lob für VW

In Monaco war für Vettel wieder einmal vorzeitig Feierabend...
Veto von Piech
Soll heißen: Das Knowhow und die Kapazitäten sind im Konzern durchaus vorhanden. Nur Aufsichtsratschef Ferdinand Piech (77) stemmte sich zuletzt immer noch gegen den Einstieg in die Königsklasse. Mögliche Alternative: Der Volkswagen-Konzern baut einen Motor und verkauft ihn dann – eventuell sogar unter anderem Namen – an Red Bull. Zwischen 1984 und 1987 hat Porsche McLaren so unter dem Namen TAG mit Triebwerken beliefert. Fakt ist: Red Bull traut dem VW-Konzern offenbar mehr technische Kompetenz zu als den Franzosen von Renault.
Service-Links