Max Verstappen und Red Bull machen die Formel 1 langweilig: Der Niederländer gewinnt auch am Sonntag in Budapest den Ungarn GP, holt seinen 44. Karrieresieg und den siebten in Serie. Für sein Team ist es bereits der zwölfte Erfolg am Stück. "Das Auto zu fahren ist so ein Traum", jubelt Verstappen, der im Ziel 33 Sekunden Vorsprung hat, auf der Auslaufrunde am Funk.
"Endlich hatten wir mal einen echt guten Start, daran haben wir ziemlich gearbeitet: Ich war dann innen und die Kurve hat mir gehört", beschreibt Verstappen den Schlüsselmoment des Grand Prix auf den ersten Metern. "Danach konnte ich einfach mein Rennen fahren, das Auto lief wirklich toll", stahlt der Weltmeister und lobt: "Zwölf Siege in Folge für das Team sind wirklich unglaublich. Die letzten beiden Jahre haben wir eine unfassbare Entwicklung hingelegt, die Arbeit mit diesem Team macht einfach sehr viel Spaß."
Zusätzlicher Beweis für Red Bulls drückende Überlegenheit: Teamkollege Sergio Perez stürmt vom neunten Startplatz auf den dritten Rang nach vorne. Schneller ist neben Verstappen nur Lando Norris, der nach seinem Podium zuletzt in Silverstone auch auf dem Hungaroring McLarens Aufschwung mit dem neuen Updatepaket unterstreicht.
Der Aufwärtstrend von McLaren hält an.
Bild: LAT / Pirelli

"Es war heute nicht so einfach, vor allem mit Checo (Perez; d. Red.) am Ende, der nochmal ordentlich Druck gemacht hat", schnauft Norris im Ziel durch. "Am Ende ist es aber ein tolles Podium für uns. Die Red Bulls sind da vorne zu schnell. Wenn nichts passiert, ist einfach wenig gegen sie zu machen. Aber wir sind happy mit unserem Fortschritt, vor allem, wenn man schaut wo wir noch vor paar Rennen standen", sagt der Brite.
Die große Spannung der Startaufstellung in Budapest, mit den beiden großen Rivalen Hamilton und Verstappen in der ersten Reihe, verpufft indes am Sonntag schon vor Kurve eins: Verstappen kommt besser vom Fleck als Pole-Mann Hamilton und zieht am Briten vorbei, der auch noch die McLarens von Piastri und Norris durchschlüpfen lassen muss. Am Ende verpasst Hamilton als Vierter knapp das Podium.
Weiter hinten sorgt Gunayu Zhou für Chaos: Der Chinese, am Samstag mit Startplatz fünf im Alfa Romeo noch die große Überraschung, kommt erst kaum von der Stelle und fällt auf den ersten Metern weit zurück, dann verbremst er sich vor Turn eins und kachelt Comebacker Daniel Ricciardo ins Heck, den er dadurch in die beiden Alpines von Pierre Gasly und Esteban Ocon schiebt: Für die Franzosen bedeutet der Crash das bittere Doppel-Aus!
Ricciardo kann wie Zhou, der eine milde Fünf-Sekunden-Strafe für seinen Aussetzer kassiert, weiterfahren - trotz seines angeschlagenen AlphaTauri liefert der Australier bei der F1-Rückkehr eine ansprechende Vorstellung ab und schlägt auf Anhieb Teamkollege Yuki Tsunoda. Punkte gibt für Platz 13 allerdings keine.
Für Nico Hülkenberg war in Ungarn nichts zu holen.
Bild: LAT / Haas

Das gleiche Schicksal ereilt in Ungarn auch Nico Hülkenberg: Der Deutsche hält sich am Start aus allem Ärger raus und im ersten Renndrittel in den Top-10, Haas' Rennpace ist am Sonntag aber einmal mehr nicht schnell genug: Bis Rennende wird der "Hulk" auf den 14. Platz zurückgereicht. Teamkollege Kevin Magnussen beendet das Rennen noch dahinter auf der 17. Position.

Formel 1 Grand Prix von Ungarn
Ergebnis

1. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull 1:38:08,634 Std.
2. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren +33,731 Sek.
3. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull +37,603
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes +39,134
5. Oscar Piastri (Australien) - McLaren +1:02,572 Min.
6. George Russell (Großbritannien) - Mercedes +1:05,825
7. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari +1:10,317
8. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari +1:11,073
9. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin +1:15,709
10. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin + 1 Rd.
11. Alexander Albon (Thailand) - Williams + 1 Rd.
12. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo + 1 Rd.
13. Daniel Ricciardo (Australien) - Alpha Tauri + 1 Rd.
14. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas + 1 Rd.
15. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri + 1 Rd.
16. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo + 1 Rd.
17. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas + 1 Rd.
18. Logan Sargeant (USA) - Williams + 3 Rd.
Ausfälle:
Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine (2. Rd.)
Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine (3. Rd.)

Formel 1 Fahrer-Wertung
Stand nach 11 von 22 Rennen

1. Max Verstappen (Niederlande) - Red Bull 281 Pkt.
2. Sergio Perez (Mexiko) - Red Bull 171
3. Fernando Alonso (Spanien) - Aston Martin 139
4. Lewis Hamilton (Großbritannien) - Mercedes 133
5. George Russell (Großbritannien) - Mercedes 90
6. Carlos Sainz Jr. (Spanien) - Ferrari 87
7. Charles Leclerc (Monaco) - Ferrari 80
8. Lando Norris (Großbritannien) - McLaren 60
9. Lance Stroll (Kanada) - Aston Martin 45
10. Esteban Ocon (Frankreich) - Alpine 31
11. Oscar Piastri (Australien) - McLaren 27
12. Pierre Gasly (Frankreich) - Alpine 16
13. Alexander Albon (Thailand) - Williams 11
14. Nico Hülkenberg (Emmerich) - Haas 9
15. Valtteri Bottas (Finnland) - Alfa Romeo 5
16. Zhou Guanyu (China) - Alfa Romeo 4
17. Yuki Tsunoda (Japan) - Alpha Tauri 2
18. Kevin Magnussen (Dänemark) - Haas 2

Formel 1 Konstrukteurs-Wertung
Stand nach 11 von 22 Rennen

1. Red Bull 452 Pkt.
2. Mercedes 223
3. Aston Martin 184
4. Ferrari 167
5. McLaren 87
6. Alpine 47
7. Williams 11
8. Haas 11
9. Alfa Romeo 9
10. Alpha Tauri 2