Für Red-Bull-Berater Helmut Marko steht nach Max Verstappens Heimtriumph in Holland fest: "Das war sein größter Sieg!" Ein noch größerer Erfolg wäre nur der erste WM-Titel für den 23-Jährigen am Saisonende. Am Sonntag erobert sich Verstappen vor 70.000 frenetisch feiernden Fans immerhin schon mal die WM-Führung zurück, liegt jetzt drei Zähler vor Rivale Lewis Hamilton.
"Jetzt haben wir diese Saison alle vier Heimrennen gewonnen", frohlockt Marko nach zwei Erfolgen in Spielberg, einem in Spa und einem in Zandvoort. "Aber das hier war natürlich der wichtigste für Max", sagt der Österreicher und lobt seinen Schützling für den abgebrühten Auftritt: "Max ist fehlerfrei gefahren. Er konnte in allen Situationen immer optimal antworten und zulegen, wenn Hamilton mal näher kam."
Genauso wie das Team. "Was auch immer Mercedes gemacht hat, wir haben immer super reagiert. Das Level wird immer höher, sowohl von den Fahrern als auch den Teams. Man darf sich einfach keinen Fehler leisten."
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Den Grundstein für seinen Heimsieg legt Verstappen schon auf den ersten Metern. "Hier brauchst du immer um die drei Sekunden Puffer gegen den Undercut", sagt er. "Mit dem Verkehr, den Reifen und der Strategie am Ende, da muss man schon wach bleiben das ganze Rennen über und die richten Entscheidungen treffen. Das ist uns heute gelungen. Ein sehr schöner Sieg."
Jubel in Holland: Verstappen gewinnt vor beiden Mercedes
Die Konkurrenz von Mercedes muss sich trotz des ausgeübten Dauerdrucks in Zandvoort schlussendlich geschlagen geben: "Man muss Leistung auch anerkennen: Max war unglaublich schnell und Red Bull fehlerfrei trotz des Drucks durch zwei Autos", sagt Mercedes-Sportchef Toto Wolff und ordnet den Sieg Verstappens deshalb als "verdient" ein. "Auch weil wir uns heute und bereits gestern im Qualifying bei ein paar Kleinigkeiten etwas vertan haben", hadert Wolff.
Der Wiener glaubt: "Heute gab es zwei Chancen für uns: Dass Valtteri (Bottas; d. Red.) Max vielleicht noch zwei bis drei Runden länger aufhält und er dann auf Einstopp geht. Und mit Lewis hatten wir fast die Lücke für den Undercut, dachten, wir pushen sie in den frühen Stopp mit weichen Reifen. Sie sind aber auf hart gegangen, obwohl es wenig Daten damit gab. Sie haben das Risiko genommen und gewonnen."
An mangelndem Einsatz lag es laut Hamilton jedenfalls nicht: "Ich habe wirklich alles gegeben, um dranzubleiben, hatte heute aber keine Chance. Sie sind bei der Performance etwas vor uns, waren einfach schneller."
Kein Vorbeikommen: Verstappen hält Hamilton in Schach
Einen Grund dafür macht Hamilton auch auf technischer Seite aus: "Red Bull hatte in Belgien ein Update, wir hatten seit Silverstone kein Upgrade mehr." Doch auch mit der Strategie ist der Titelverteidiger am Sonntag nicht ganz happy: "Die war nicht perfekt, auch da waren wir nicht die Schnellsten. Wir haben hier einfach nicht den besten Job gemacht."
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Bleibt die Frage, wie das Kräftegleichgewicht kommendes Wochenende in Monza aussieht? "Aktuell schieben wir uns gegenseitig die Favoritenrolle zu", räumt Toto Wolff ein. Mit Blick auf das Momentum im engen WM-Duell schickt der Wiener aber auch eine Kampfansage hinterher: "Heute haben sie gewonnen, aber nächste Woche fahren wir wieder maximale Attacke: Da geben wir alles und holen es uns zurück."
Red Bull hingegen fürchtet die langen Geraden im Königlichen Park: "Wir müssen schauen wie wir Monza meistern. Das ist ein Kurs, der uns nie gelegen hat", erinnert sich Helmut Marko. "Aber in der Form glaube ich schon, dass wir auch dort vorn dabei sein können."

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Von

Frederik Hackbarth