Hat Jaques Villeneuve wirklich Recht? Nach dem Großen Preis von Deutschland hatte der Ex-Weltmeister das Gefühl, dass Lewis Hamilton sich mit Gott und Jesus im Bunde fühlt (ABMS berichtete). Als „biblisches Wetter“ hatte er den Regen bezeichnet, den er brauchte, um das Rennen in Hockenheim zu gewinnen. Villeneuve danach zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Er glaubt, er ist Jesus.“
In Ungarn stimmt er Hamilton unbewusst Villeneuves These zu. Nicht, dass er übers Wasser laufen kann. Aber übers Wasser fahren kann er besser als alle anderen. Hamilton strotzte am Donnerstag in Budapest nur so vor Glauben an seine Fähigkeiten: „Bei Regen, wenn sich alles um das Fahrgefühl dreht, kann der Fahrer viel mehr den Unterschied machen. Ich liebe solche Bedingungen, denn es ist enorm schwierig, dann schnell zu sein.“
Hamilton
Weltmeister: Hamilton und Villeneuve - anno 1995
Fest steht: Der Brite liebt es unter schwierigen Bedingungen Rennen zu fahren. Er erinnert sich sogar an seine Kartzeit. „Da hatten wir im Qualifying oft das schlechtere Material und ich musste mich im Rennen nach vorne kämpfen.“
Was ihn von Jesus allerdings noch unterscheidet. „Ich kann im Auto gewisse Dinge anstellen und beeinflussen, aber ich kann auch keine Wunder bewirken. Es geht also um die Team-Leistung als Ganzes.“
Doch selbst der Mann, der übers Wasser fahren kann, fühlt sich noch nicht perfekt. Der Brite ganz bescheiden: „Ich habe Hühnchenschenkel und auch mein Six-Pack ist noch nicht so, wie ich es mir vorstelle. Aber da werde ich für nächstes Jahr dran arbeiten.“ Hallelujah.