Dieser Transfer ist eine Sensation: Daniel Ricciardo wechselt 2019 von Red Bull zu Renault, wird dort Teamkollege des Deutschen Nico Hülkenbergs. Red Bull hat inzwischen den Abgang des 29-Jährigen bestätigt. „Wir respektieren den Wunsch von Daniel Ricciardo, Red Bull zu verlassen und wünschen ihm für die Zukunft das Beste."
Ricciardo kam 2008 in den Juniorkader von Red Bull. Mit der Unterstützung des Energy-Drink-Herstellers debütierte er 2011 in Silverstone für HRT, fuhr 2012 und 2013 für Toro Rosso und ist seit 2014 Teil des Red-Bull-Rennstalls. Mit dem Finale 2018 wird er für die Bullen 100 Grands Prix bestritten haben. Nur 17 andere Fahrer-Team-Partnerschaften hielten länger. Ricciardos australischer Landsmann Mark Webber fuhr 129 F1-Rennen für Red Bull, Sebastian Vettel 123.
Red Bull
Daniel Ricciardos Weg führt zu Renault
Zuletzt hatte es zwischen Ricciardo und Red Bull immer wieder Missmut gegeben. Offenbar richtete sich Red Bull für den Geschmack von Ricciardo zu sehr Richtung Max Verstappen aus. Red-Bull-Talenscout Dr. Helmut Marko sagt zu AUTO BILD MOTORSPORT: „Das war wohl eine sportliche Entscheidung. Aber wir haben einige Möglichkeiten und werden das in der Sommerpause eruieren.“
Bei Renault freut sich Nico Hülkenberg über seinen neuen Teamkollegen: "Lass uns zusammen auf die Jagd gehen, Bruder", twitterte der Emmericher. Hülkenberg kommt gut mit Ricciardo aus. Gelegentlich spielen sie  Tennis am gemeinsamen Wohnort Monaco. 
Und wer wird Nachfolger des Australiers? ABMS erfuhr: Pierre Gasly soll von Toro Rosso zu Red Bull befördert werden. Carlos Sainz, der von Red Bull an Renault ausgeliehen ist, kommt wohl nicht in Frage. Der Spanier steht vor einem Abgang zu McLaren
Schlechte Nachrichten sind das auch für Esteban Ocon. Der französische Force-India-Pilot hatte auf ein Cockpit bei Renault spekuliert. Jetzt hängt viel davon ab, was aus dem insolventen Rennstall Force India wird.
Der völlig unerwartete Wechsel von Ricciardo zu Renault wirbelt den Transfermarkt jedenfalls vollkommen durcheinander.