Die schlechtesten Formel-1-Fahrer aller Zeiten

Formel 1: Rookie mit Kampfansage

Rosberg verliert seine Startnummer

Nicholas Latifi ist 2020 der einzige Neuling. Er wählt die Startnummer sechs, mit der zuletzt Nico Rosberg den WM-Titel geholt hat. Wir stellen den Rookie vor.
Nicholas Latifi wird beim Auftakt in Australien am 15. März als 765. Fahrer der WM-Geschichte sein Debüt in der Formel 1 geben – als einziger Neuling 2020. Und er steigt mit einer Kampfansage ein. Denn er hat die Startnummer sechs ausgewählt. Die kam zuletzt 2016 zum Einsatz. Als Nummer, mit der Nico Rosberg zum WM-Titel raste. Auch Rosberg begann seine Karriere wie Latifi für das Williams-Team...
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Doch der Kanadier bremst die Euphorie: „Ich habe die #6 gewählt, weil ich damit letztes Jahr schon in der Formel 2 unterwegs war und sie mit Toronto verbunden ist, die Stadt, in deren Nähe ich aufgewachsen bin.“ So beginnt zum Beispiel die Vorwahl von Toronto mit der Zahl sechs.

Nicholas Latifi ist der 765. Fahrer in der WM

Latifi sollte auch nicht allzu große Töne spucken. Bisher hat er eine wenig beeindruckende Karriere hinter sich. Seit 2014 bestritt er für Hilmer, MP und DAMS 98 Formel-2-Rennen, konnte davon aber nur sechs gewinnen – kein besonders guter Schnitt. Die Saison 2016 schloss er auf Rang 16 ab, 2017 wurde er Fünfter, 2018 Neunter, 2019 dann immerhin Vizemeister.
Kaum besser sah es davor aus: In der Formel 3 schaffte er 2013 Platz 15, 2014 immerhin den zehnten Gesamtrang. In der Formel 3.5 kam er 2015 auf Rang elf.
Latifi will das aber so nicht stehen lassen: „Man darf nicht vergessen, dass ich erst mit 13 Jahren im Kartsport angefangen habe. Verstappen zum Beispiel begann schon als Kind.“
Trotzdem: Die Erfolge sind es nicht, die den 24-Jährigen in die Formel 1 bringen. Stattdessen ist Latifi ein Bezahlfahrer. Wie viel sein Vater Michael Latifi für den Platz bei Williams bezahlt hat, ist nicht bekannt. Latifi senior hat sich aber vor zwei Jahren für rund 230 Millionen Euro bei McLaren eingekauft!
Latifi ist in jungen Jahren aus dem Iran geflüchtet und hat in Kanada ein Imperium aufgebaut, hauptsächlich in der Lebensmittelbranche. Das Vermögen der Familie soll sich auf etwa sieben Milliarden Euro belaufen.
Kurios: Mit Lance Stroll fährt ein weiterer Milliardärs-Sohn aus Kanada in der Formel 1 – ebenfalls hauptsächlich dank der Finanzspritze des Papas. Das letzte Mal, dass zwei Kanadier in der Formel 1 gleichzeitig an den Start gingen, war beim Kanada-GP 1969. Damals waren es sogar drei Lokalmatadoren, die aber allesamt erfolglos blieben: John Cordts (Brabham-Climax) fiel mit einem Ölleck aus, Bill Brack (BRM) hatte zehn Runden Rückstand, Al Pease (Eagle-Climax) wurde sogar aus dem Rennen genommen – er war zu langsam.
Latifi fühlt sich gut vorbereitet auf die Formel 1. Elf Mal rückte er seit 2018 schon für Force India und Williams in den freien Trainings am Freitag aus. Dazu kommen Testfahrten seit 2016, unter anderem auch für Renault.
„Ich will mein eigenes Ding machen. Ich weiß, dass ich mit George Russell einen Teamkollegen habe, der als großes Talent eingestuft wird. Er hat auch schon ein Jahr lang Erfahrung“, stapelt Latifi tief.
In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen die schlechtesten Formel-1-Fahrer aller Zeiten.

Die schlechtesten Formel-1-Fahrer aller Zeiten

Fotos: Picture Alliance

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