Formel 1: Rosbergs Nachfolger
Poker um Bottas

Williams will Valtteri Bottas unbedingt an Bord behalten. Mercedes kassiert eine Absage - Chancen für Pascal Wehrlein damit gestiegen?
Bild: Picture-Alliance
- Michael Zeitler
Die Suche nach Nico Rosbergs Nachfolger geht weiter. Wie die britische BBC zuletzt berichtete, hat Mercedes von Williams einen Korb bekommen. Mercedes-Sportchef Toto Wolff hat demnach um Valtteri Bottas geworben. Doch der Finne ist an das britische Traditionsteam gebunden – und zumindest die erste Verhandlungsrunde ist offenbar gescheitert. Bottas soll 2017 bei Williams den 18-jährigen Kanadier Lance Stroll anlernen und ist deshalb entsprechend wichtig für das Team. Für Wolff selbst ist die Situation ebenfalls nicht leicht. Er ist gemeinsam mit Mika Häkkinen und Didier Coton an eben jener Managementfirma beteiligt, die Bottas betreut. Er muss nun beide Interessen unter einen Hut bringen – ohne dass ein Konflikt entsteht.
Nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT hat Mercedes in der ersten Verhandlungsrunde einen Millionenbetrag im niedrigen zweistelligen Bereich geboten. Ob die Stuttgarter das Gebot noch einmal erhöhen werden, ist unklar. Interessant: Mit Pascal Wehrlein hat das Weltmeisterteam einen Junior an der Hand, der keine Ablösesumme kosten würde und gleichzeitig als Mega-Talent gilt. Doch offenbar hat Mercedes Angst vor dem Teamduell mit Lewis Hamilton. Wolff in österreichischen Medien: "Pascal und Lewis wäre eine explosive Mischung.“ Und weiter: „Der Respekt vor Lewis muss da sein."

Valtteri Bottas wird von Mercedes umworben
Pikant: Im Gegenzug zu Bottas könnte Mercedes seinen technischen Direktor Paddy Lowe an Williams verlieren. Lowe ist offenbar Abwanderungsbereit. Der Ex-Ferrari-Technikchef James Allison soll seinen Platz bei Mercedes übernehmen. Wehrlein dürfte zu Sauber wechseln, wenn er nicht bei Mercedes unterkommt.
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