Sebastian Vettel (36) bremst sich selbst ein. Nachdem der Aston Martin-Star sich zuletzt stark für Umweltschutz, Gleichberechtigung und Menschenrechte einsetzte. Doch ausgerechnet beim Formel-1-Rennen im Emirat Katar, das wegen seiner Menschenrechtsverstöße und der Ausbeutung von Arbeitsmigranten in der Kritik steht, nimmt Vettel verbal den Fuß vom Gas.
„Es ist mehr eine Frage für die ganze Formel 1 und nicht nur für mich als Einzelnen“, sagt er am Rande des GP. Zuvor lautete die Frage, ob ein Formel-1-Rennen wie Katar eher den positiven Wandel beschleunige oder dem Wüstenstaat helfe, sein Image mithilfe von Sportereignissen reinzuwaschen.
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Vettel bezeichnete das als „eine schwere Frage“, die „uns alle angeht“. Und weiter: „Wenn Stefano (Domenicali; d. Red.) damit positiven Wandel erreichen will, wäre das doch eine gute Sache.“ Der Aston Martin-Star verneinte zwar eine entsprechende Sprachregelung, doch Beobachter werden das Gefühl nicht los, er halte sich mit seinen Aussagen bewusst zurück.
Sebastian Vettel hält sich bei der Formel 1 in Katar mit Kritik am Emirat zurück.
Domenicali hatte zuvor betont, es helfe nicht, ganze Regionen auszugrenzen und abzuschotten. „So ein wichtiger Wandel passiert nicht über Nacht, kultureller Wandel braucht Zeit. Aber große Events können die positive Entwicklung beschleunigen. Deshalb spielt auch die Formel 1 eine wichtige Rolle.“
Die Königsklasse fährt nach einer Pause in 2022 ab 2023 zehn Jahre lang in Katar und soll so fast eine Milliarde Euro einnehmen. Domenicali räumt ein: „Geld ist Teil des Geschäfts, und man darf nicht vergessen, dass man ohne große Investitionen das Geschäft nicht entwickeln kann. Das ist eine Sache, die wir manchmal vergessen - die Investitionen, die bestimmte Länder in unser Geschäft stecken, kommen auch allen anderen zugute.“
Während Vettel also brav mit Halbgas redete, stand auch Weltmeister Lewis Hamilton verbal auf Halbgas. „Wir Fahrer entscheiden nicht, wo wir fahren. Wenn es in den Ländern, die wir besuchen, aber Probleme gibt, dann müssen wir als Sport darüber sprechen“, sagt der Mercedes-Pilot: „Es gibt viel schlauere Leute, die im Hintergrund für Veränderungen kämpfen. Aber wir können für das Rampenlicht sorgen, das den Wandel beschleunigen kann.“
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Immerhin: Der Mercedes-Star nutzt einen Regenbogen auf seinem Helm als Botschaft für mehr Vielfalt und Gleichberechtigung. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte im Vorfeld an die Formel 1 appelliert, „auf die Menschenrechte in Katar aufmerksam zu machen“.

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Von

Bianca Garloff