- Dieser vierte Formel-1-Sieg von Valtteri Bottas (der erste seit Abu Dhabi 2017) ist statistisch gesehen eine Besonderheit: Bottas ist nun nämlich der 60. Fahrer, der mindestens einmal die Weltmeisterschaft anführt. Zuletzt lag mit Kimi Räikkönen nach dem Australien-GP 2013 ein Finne in der WM vorn. Am häufigsten hatte übrigens Michael Schumacher (121) die WM-Führung inne, gefolgt von Lewis Hamilton (86) und Alain Prost (78).
Schumi-Statistik macht Vettel Hoffnung: hier klicken
- Sebastian Vettel ist mit Rang vier sicherlich nicht happy. Es ist ja auch der schlechteste Saisonstart seit 2014 (Ausfall nach drei Runden durch Motorschaden). Andererseits ist das Ergebnis ein gutes Omen: Zuletzt wurde er 2010 beim Saisonauftakt Vierter (Bahrain-GP) – und anschließend holte er sich mit Red Bull seinen ersten WM-Titel. Und: Auch Michael Schumacher wurde nach Rang vier in Australien schon mal Champion. 2003 war das – mit dem legendären Finale in Suzuka, als Schumi sich mit Rang acht gerade so zum Titel räuberte. Rang vier beim Start 2019 könnte also trotz aller Enttäuschung der Auftakt zu Vettels erster Ferrari-Titel-Saison sein – wenn es nach der Statistik geht.
- Mit Platz zwei ist Lewis Hamilton der erste Verlierer. Und doch stellte er Rekorde auf – dank seiner 84. Pole-Position. Genau wie Michael Schumacher hat er nun in 13 aufeinanderfolgenden Jahren mindestens einmal den besten Startplatz erobert. Schumi gelang das von 1994 bis 2006. Hamilton startete in Melbourne acht Mal von der Pole, Schumi schaffte das in Suzuka und Ayrton Senna – ausgerechnet – in Imola!
- Jubel bei Red Bull über Rang drei von Max Verstappen, vor allem aber beim neuen Motorpartner Honda. Es ist der erste Podestplatz für die Japaner seit dem dritten Rang von Rubens Barrichello in England 2008 (Honda-Werksteam). Kurios: Erstmals seit 2009 erzielte damit wieder ein Hersteller einen Platz auf dem Treppchen, der nicht Mercedes, Renault oder Ferrari heißt! 2009 waren das BMW und Toyota.
Honda-Boss weint in Australien: hier klicken
- Teamkollege Charles Leclerc wurde hinter Vettel Fünfter. Es war sein bestes Formel-1-Ergebnis (bisher Platz sechs in Baku 2018 im Sauber-Ferrari). Zufrieden war er damit trotzdem nicht. Der Blickwinkel verändert sich eben, wenn man für Ferrari fährt.
Räikkönen
Kimi Räikkönen beendete eine Durststrecke für Alfa Romeo
- Alfa Romeo, das sich die Namensrechte an Sauber gesichert hat und daher offiziell wieder als Werksteam antritt, erzielte dank Rang acht von Kimi Räikkönen die ersten Punkte seit dem Europa-GP 1984 (damals wurde Riccardo Patrese Sechster). Das ist eine Pause von 34 Jahren, fünf Monaten und zehn Tagen. Nur das Honda-Werksteam musste länger auf Punkte warten: Zwischen Jo Bonniers fünften Platz in Mexiko 1968 und dem vierten Rang von Jenson Button in Bahrain 2006 vergingen 37 Jahre, vier Monate und neun Tage. Dazwischen lagen aber nur 578 Rennen, Alfa Romeos Punkte-Pause seit Europa 1984 dauerte aber 595 Grands Prix.
- Lance Stroll brachte Racing Point, das Nachfolge-Team von Force India, gleich beim Debüt in die Punkte. Damit ist das Team seines Vaters Lawrence Stroll der 67. Konstrukteur, der WM-Zähler holt (von 162 Konstrukteuren insgesamt bisher). Manor holte sich als letzter neuer Konstrukteur dank Pascal Wehrleins zehntem Platz in Österreich 2016 WM-Zähler.
- Alle drei Neulinge (Lando Norris, Alex Albon und George Russell) erreichten beim Debüt das Ziel. Das gelang zuletzt dem Jahrgang 2013, der aus Valtteri Bottas, Giedo van der Garde, Max Chilton, Esteban Gutiérrez und Jules Bianchi bestand.
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