Formel 1: Suzuka-Sieg für Rosberg
War's das schon für Hamilton?

33 Punkte trennen Nico Rosberg und Lewis Hamilton bei vier noch ausstehenden Rennen. Schlägt der Brite noch einmal zurück? Das sagen die Mercedes-Bosse.
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- Frederik Hackbarth
Die Bilder sprachen Bände: Während Nico Rosberg vor der Mercedes-Garage Sportchef Toto Wolff mit Schampus übergoss und mit den Mechanikern in extra angefertigten Triple-T-Shirts den Gewinn der dritten Konstrukteurs-WM in Folge feierte, stand Lewis Hamilton teilnahmslos im Hintergrund. Nach Rosbergs Sieg und Platz drei für Hamilton in Japan, hat der Brite schon 33 Punkte Rückstand in der WM auf seinen Rivalen.
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„Unser Fokus ist, ihn wieder aufzubauen. Nach so einem Rennen ist nicht der Zeitpunkt, den Finger in die Wunde zu legen“, so Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, wohl auch mit Blick auf Hamiltons Schnarch-Start. Vom zweiten Platz war er in Runde eins auf die achte Position zurückgefallen. Zwar entschuldigte sich Hamilton umgehend am Funk bei seinem Team. Zu Gute halten muss man dem Weltmeister aber, dass er dabei auch Pech hatte. Nach den Regenfällen am Morgen war die rechte Fahrbahnseite noch nicht so gut abgetrocknet wie die Ideallinie, von der aus Pole-Mann Rosberg losfahren durfte.
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Vor dem Hintergrund von Red Bulls aufsteigender Form sind vier Silberpfeil-Doppelsiege allerdings eher unwahrscheinlich - die Spannung in der WM bleibt also erhalten. Toto Wolff würde Hamilton jedenfalls noch nicht abschreiben. „Wir haben die beiden besten Fahrer der Welt, sie pushen sich ständig zu einem neuen Level. Das bedeutet aber auch, dass derjenige, der einen schlechten Tag hatte, meistens noch besser zurückkommt“, erklärte der Österreicher.

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Die Frage, ob Hamilton zuletzt unkonzentriert wirkte - wie etwa bei seinem Snapchat-Eklat in der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Rennen, der sogar zu einem Presse-Boykott des Weltmeisters führte - verneinte Wolff: „Ich denke, darauf kann man es nicht reduzieren. In Malaysia hatte er gerade erst ein tolles Wochenende, bis ihn die Technik im Stich gelassen hat. Die Tage zwischen den Rennen war er wieder guten Mutes. Das andere sind nur kleine Irritationen. Ich glaube nicht, dass die ihn beeinflussen.“

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