Erstmals seit acht Jahren geht Mercedes nicht als haushoher Favorit in die am Wochenende startende Formel-1-Saison. Grund: Die Wintertestfahrten in Bahrain liefen mehr als bescheiden. Kein Team hat so wenig Runden absolviert wie Mercedes, kein Team hat mehr Rundenzeit gegenüber 2020 verloren als die Weltmeister-Truppe.
Blufft Mercedes nur? Haben sie die Abstimmung nicht richtig getroffen? Haben sie den 1,6-Liter-V6-Turbo nicht voll aufgedreht? Oder steckt das Weltmeisterteam wirklich in Problemen?

Wolff bestätigt halben Bluff

Mercedes-Teamchef Toto Wolff bestätigt gegenüber dem „ORF“, dass bei Mercedes noch Luft nach oben war: „Ich denke, wir waren in Bahrain mit Sicherheit das schwerste Team, was den Sprit betrifft.“
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Doch klar ist auch: Damit sind vielleicht die im Vergleich mit Red Bull langsameren Rundenzeiten zu erklären, nicht aber die wenigen Testkilometer, die Mercedes abspulte. Wolff will Probleme gar nicht verhehlen: „Es sieht so aus, als hätten wir wieder eine kleine Diva, die wir nicht ganz gut verstehen“, vergleicht er den neuen Mercedes W12 mit dem W08 aus der Saison 2017. „Das Auto ist einfach ein wenig giftig zu fahren und auch gerade bei Seitenwind relativ instabil.“
Das große Mercedes-Rätsel nach den Tests
Erstmals seit acht Jahren geht Mercedes nicht als haushoher Favorit in die am Wochenende startende Saison.
Bild: Jerry Andre
Nach Informationen von ABMS stellt die Luftführung von den seitlichen Luftleitblechen, den Barge Boards, zum Heck ein mögliches Problem da. Zwischen den Tests und dem ersten Rennen an diesem Wochenende in Bahrain wurde in der Mercedes-Fabrik rund um die Uhr auch daran gearbeitet.

Mercedes treffen neue Regeln härter

Ein Grund könnten die neuen Unterboden-Regeln sein. Sie treffen die Teams mit geringerer Anstellung des Hecks mehr als andere. Bei Red Bull ragt der hintere Teil des Unterbodens viel deutlicher in die Luft als bei Mercedes. Das sorgt für einen stärkeren Ansaugeffekt.
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Toto Wolff stimmt der These zu: „Die neuen Regeln sind gerade für Teams wie uns, die relativ tief mit dem Heck gefahren sind, ein größerer Einschnitt als für die Fahrzeuge, die mit einem hohen Anstellwinkel fahren. Das haben wir jetzt auch bei den Testergebnissen gesehen.“
Allein: Aufgeben will Mercedes natürlich nicht. „Das müssen wir einfach in den Griff kriegen“, fordert Wolff.

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