Formel 1: Transfermarkt für 2017
Der Rosberg-Deal und die Folgen

Die Silly Season in der Formel 1 hat längst begonnen, doch an welchen Gerüchten auf dem Fahrermark für 2017 ist wirklich etwas dran? ABMS verrät es.
Bild: Picture-Alliance
- Ralf Bach
Mercedes lüftete am Freitag endlich das schlecht gehütetste Geheimnis der Formel 1. Der neue Zweijahres-Vertrag von Nico Rosberg (31) überraschte nur Outsider. Wichtiger als die folkloristische Meldung an sich aber sind die Folgen des Deals – für Rosberg, Mercedes und die übrigen Fahrer und Teams. Hier die Übersicht über den Transfermark für 2017:
Mercedes

Die Silberfeinde fahren auch in Zukunft für Mercedes
Ferrari
Sebastian Vettel hat Ferrari überzeugt, noch einmal mit Kimi Räikkönen zu verlängern. Das nächste Jahr wird ein entscheidendes für Vettel. Sollte Ferrari nach den großen Regeländerungen im Bereich der Aerodynamik immer noch nicht fähig sein, um den Titel mitzukämpfen, muss sich der Deutsche Gedanken machen, das Team zu wechseln. Mercedes und Red Bull, die beiden anderen Spitzenteams, sind aber bis Ende 2018 besetzt. Deshalb kann es gut sein, dass Vettel bald einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag mit Ferrari unterzeichnet, der bis Ende 2018 läuft – zusammen mit Kimi Räikkönen, dem ewig jungen Finnen. Ab 2019 wäre dann sogar McLaren-Honda eine Variante, wenn sich die japanisch-britische Arbeitsgemeinschaft als siegfähig erweist.
Red Bull
Bis 2018 sitzen Daniel Ricciardo und Max Vertappen sicher im Sattel. Vertstappen hat sogar einen Vertrag bis 2019!
Williams

Felipe Massa muss Williams wohl Ende 2016 verlassen
Force India
Nico Hülkenberg ist sicher, Sergio Perez im Gegensatz zur Meinung von Teamchef Vijay Mallya nicht. "Meine Sponsoren entscheiden über meine Zukunft!" Soll heißen: Der Vertrag von Perez ist abhängig von seinen mexikanischen Geldgebern. Sollten die der Meinung sein, dass beispielsweise Renault in Zukunft die beste Variante wäre, dann würde Perez zu den Franzosen wechseln. In diesem Fall wäre der Weg frei für Mercedes-Junior Pascal Wehrlein.
Toro Rosso
Carlos Sainz und Daniiel Kvyat sind sicher. Teams, die sich nach dem Russen Kvyat erkundigt hatten, erhielten schon eine klare Absage.
McLaren
Fernando Alonso hat noch einen Vertrag bis Ende 2017 und, das erfuhr ABMS, Junior Stoffel Vandoorne ist ebenfalls gesetzt. Deshalb muss sich Ex-Weltmeister Jenson Button ein neues Cockpit suchen.
Renault

Renault will endlich wieder zurück an die Spitze der F1
Sauber
Klar ist, dass der Schwede Marcus Ericsson bleibt. Den Brasilianer Felipe Nasr zu behalten, ist die wahrscheinlichste Variante für das zweite Auto. Die Schweizer Boulevardpresse fordert Landsmann Sébastian Buemi ins Sauber-Cockpit. Der amtierende Formel-E-Meister steht aber unter der Obhut von Red Bull und hat noch einen Vertrag bei Toyota in der Sportwagen-WM.
Manor

Manor-Talent Pascal Wehrlein braucht weiter Geduld
Haas
Die Amerikaner wollen Romain Grosjean behalten. Ob das auch auf den Mexikaner Esteban Gutierrez zutrifft, ist dagegen nicht sicher. Mercedes-Teamchef Toto Wolff fragte schon mal wegen Wehrlein an. Doch einen Mercedes-Pilot bei einem Ferrari-Team unterzubringen, ist selbst für Tausendsassa Wolff so gut wie unmöglich. Falls Felipe Massa bei Williams durch den Rost fällt, wäre er ein heißer Kandidat für das amerikanische Ferrari-B-Team.
Service-Links