Motorsport Nachfahren

Formel-1-Traum von Berger-Neffe

„Super Formula ist der Härtetest“

Lucas Auer startet am Wochenende erstmals in der Super Formula. Der Mercedes-Ausstieg aus der DTM eröffnet dem Österreicher eine neue Chance auf die Formel 1.
Lucas Auer will es noch mal wissen. Der Neffe des zehnmaligen Formel-1-Rennsiegers Gerhard Berger nutzt den Ausstieg von Mercedes aus der DTM für einen neuen Anlauf in Richtung Formel 1. Nach Rang vier in der Formel-3-EM 2014 wechselte der Österreicher in die DTM, erzielte in vier Jahren vier Siege. Vor zwei Jahren testete er für Force India in der Formel 1.
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Nun springt der 24-Jährige wieder in einen Formel-Renner. Am Wochenende startet er erstmals in der japanischen Super Formula. „Das wird der absolute Härtetest“, so der Tiroler. „Wenn du in der Meisterschaft gut bist, sollten dir im Motorsport alle Türen offen stehen.“
Grund: Die Super Formulas sind nur wenige Sekunden langsamer als die Formel 1 und damit noch vor der Formel 2 die zweitschnellsten Formel-Rennwagen. Honda und Toyota liefern rund 550 PS starke Zwei-Liter-Vierzylinder-Turbomotoren. Mit 670 Kilogramm sind die Autos über 40 Kilos leichter als in der Formel 1. Dazu kommt eine extrem ausgefeilte Aerodynamik.
Über die Super Formula sind schon unter anderem Eddie Irvine, Ralf Schumacher und der aktuelle Formel-1-Pilot Pierre Gasly in die Formel 1 aufgestiegen. Aber auch Roland Ratzenberger, der 1990 und 1992/1993 als bisher letzter Österreicher in der Serie fuhr, 1994 daraufhin bei Simtek ein F1-Cockpit ergatterte, im Imola-Quali aber tödlich verunglückte.

Lucas Auer startet 2019 in der Super Formula

Einfach wird es für Auer nicht. Zum einen startet er für das B-Max-Team, das erst 2018 neu in die Super Formula eingestiegen ist und das 2019 erstmals vom deutschen Motopark-Team unterstützt wird. Zum anderen wird die Serie seit 2012 von den zahlreichen Lokalmatadoren dominiert. Der letzte Nicht-Japaner, der Meister wurde, war 2011 der Deutsche André Lotterer. Die Meister der letzten Jahre sind allesamt am Start, genauso wie die beiden ehemaligen Formel-1-Piloten Kamui Kobayashi und Kazuki Nakajima. Auer bringt es auf den Punkt: „Ich glaube, dass wir uns am Anfang eine Watsch‘n abholen.“
Neben Auer starten auch andere Nachwuchsfahrer wie Red-Bull-Junior Dan Ticktum in der Super Formula. Auch Auer ist 2019 im Red-Bull-Juniorenprogramm. Sein Teamkollege ist Harrison Newey, Sohn von Formel-1-Technikguru Adrian Newey, der zehn Weltmeisterautos konstruiert hat.
Die Saison umfasst sieben Stationen mit jeweils zwei Rennen. Am Wochenende geht es in Suzuka los, am 27. Oktober endet die Meisterschaft ebenfalls auf der Formel-1-Strecke.

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Fotos: Hersteller

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