Formel 1: Vandoorne 21. Belgier
Von Siegern und Kamikaze-Fahrern

Stoffel Vandoorne gibt als Ersatz für Fernando Alonso sein Formel-1-Debüt. Er ist der 21. Belgier der Geschichte - und wahrscheinlich der Beste seit Jacky Ickx.
Bild: Picture-Alliance
- Michael Zeitler
Belgier in der Formel 1 sind selten. Der letzte fuhr 2012 beim Italien-GP: Jérôme D’Ambrosio ersetzte bei Lotus damals den wegen des Massencrash in Belgien gesperrten Romain Grosjean.
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Dem 24-Jährigen wird Siegpotenzial nachgesagt. Bisher gab es erst zwei belgische Formel-1-Sieger: Jacky Ickx (8 Siege) und Thierry Boutsen (3).

Vandoorne mit Belgiens Motorsport-Ikone Jacky Ickx
Boutsen gewann drei Rennen für Williams, zwei davon waren Regenrennen. Nur beim Ungarn GP 1990 war er auch bei normalem Rennverlauf nicht zu schlagen. Heute ist er Mitbesitzer des Boutsen-Teams, das unter anderem einen BMW M6 GT3 in der Blancpain-GT-Meisterschaft einsetzt.

Thierry Boutsen gewann insgesamt drei Grand Prix
Artur Legat ging als ältester Formel-1-Rookie aller Zeiten in die Geschichtsbücher ein: Würde Max Verstappen so lange warten wie er, fände sein GP-Debüt im Jahr 2050 statt. Das von Mika Häkkinen aber immerhin schon in fünf Jahren. Legat war 53, als er sein Heimrennen mit einem Veritas Meteor bestritt.Vor einem anderen Fahrer hatten alle Angst: Willy Mairesse. Bei Unfällen schlug er sich alle Vorderzähne aus, verbrühte sich Gesicht und Beine und lag kurzzeitig im Koma. In den 60er Jahren waren Kamikaze-Fahrstile brandgefährlich.

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Jules Bianchis Großonkel Lucien war ebenfalls Belgier. Er wurde beim Monaco GP 1968 im Cooper-BRM Dritter und durfte in die Fürstenloge. Johnny Claes war nicht nur Formel-1-Fahrer, sondern auch Jazzmusiker.
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