Es bleibt ein beinhartes Duell zwischen Red Bull und Mercedes, Max Verstappen und Lewis Hamilton! Nach dem Crash der beiden Superstars in Silverstone geht der Zweikampf vorm GP Ungarn (1. August, 15 Uhr live auf Sky) in die nächste Runde.
Hintergrund: Red Bull hat eine Neubewertung der Zehn-Sekunden-Strafe gegen Hamilton beim Automobil-Weltverband FIA beantragt. Das hat die FIA heute offiziell bestätigt.
Hinweis
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Brisant: Der Verband rollt das Thema tatsächlich neu auf! Der offizielle Sportkodex der FIA beinhaltet das sogenannte „Recht auf Überprüfung“. Davon hat das Verstappen-Team Gebrauch gemacht. Aus Sicht von Red Bull war die Strafe für Hamilton zu milde. Bei einer Neubewertung will man zusätzliche Beweise vorlegen, die zeigen: Der Brite habe den Crash bewusst in Kauf genommen.
Wie geht es nun weiter? Mercedes und Red Bull wurden zu einer Anhörung bei den Rennkommissaren geladen, die am kommenden Donnerstag (29. Juli) um 16 Uhr vor dem Grand Prix von Ungarn per Videokonferenz stattfinden soll. Dabei handelt es sich um dieselben Schiedsrichter, die auch in Silverstone schon ein Urteil gefällt haben.
Fest steht damit: Das WM-Duell zwischen Hamilton und Verstappen gewinnt damit an zusätzlicher Brisanz.
„Ich denke, dass die Intensität seit Silverstone zugenommen hat“, hatte Teamchef Toto Wolff bereits zuvor beim englischen Fachportal Motorsport.com eingeräumt. „Es wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass sie um Positionen kämpfen und hoffentlich können sie es auf eine sportliche Art und Weise tun. Wenn nicht, werden wir mehr Kollisionen sehen.“
Nur wenn es unfair zugeht, droht der nächste Crash.
Die Message war klar: Nur wenn es unfair zugeht, droht der nächste Crash. Dies allerdings sei nicht Hamiltons Stil. Wolff: „Ich denke, ein Teil seines Erfolgs ist nicht nur sein Rennhandwerk, sondern auch seine Reife. Eine langfristige Strategie ist wichtig, um Meisterschaften zu gewinnen, denn man muss Punkte machen.“ Immer wieder klingt dabei durch: Es ist Verstappen, der zu aggressiv zu Werke geht.
Red Bull sieht das freilich anders. In Silverstone war es demnach Lewis Hamilton, der mit einem untersteuernden Mercedes einen Unfall zumindest billigend in Kauf nahm.
Kurios ist dabei auch die Geschichte um die Grafik, die Wolff noch während des Rennens an Rennleiter Michael Masi schickte. Daraus ist abzuleiten: Wenn das innere Auto mindestens auf halber Höhe des kurvenäußeren Rivalen fährt, gehört die Kurve ihm – zumindest, wenn der Pilot auf der Innenbahn die Kurve sauber schafft.
Voraussetzung eins würde Hamilton entlasten. Allein: Die Ideallinie hatte der Weltmeister bei seinem Manöver längst verlassen und nach Red Bull-Daten offenbar auch noch zu spät (oder gar nicht?) gebremst. Auch deshalb wurde der Brite aus der Kurve getragen. Ob das als „sauberes Durchfahren“ gelten kann, bleibt fraglich.
Brisant allerdings: Die Grafik war gar kein offizielles FIA-Dokument, sondern eine Handreichung des ehemaligen Rennleiters Charlie Whiting. Toto Wolff hatte die Skizze einst als Vorlage für die Verhaltensregeln im internen Mercedes-Duell zwischen Hamilton und Nico Rosberg angefragt – schreibt Motorsport-Total.
Red Bull ärgert sich indes darüber, dass Wolff nach seiner Email an Masi auch noch die Stewards aufgesucht hat. „Michael Masi ist der Renndirektor der FIA; er ist der Ansprechpartner für die Teams; er ist der Schiedsrichter“, erklärt Red Bull-Teamchef Christian Horner. „Man kann ihm die Meinung über den Teamfunk mitteilen und er kann dann entscheiden, ob er sie an die Stewards weitergibt oder nicht.“
Die Stewards selbst seien dagegen „ein völlig unabhängiges Gremium“, so der Brite. „Und in den 16 Saisons, in denen ich Teamchef war, bin ich nie mitten in einem Rennen oder einer Session in den Raum der Stewards gegangen.“
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Bis zum GP in England 2021. Da besuchte Horner ebenfalls die Schiedsrichter, „und wies sie darauf hin, dass keiner von uns dort sein sollte und dass es für niemanden angebracht sei, sich einzumischen, während der Entscheidungsprozess im Gange sei.“ Horner: „Es ist auch im Sportkodex festgehalten, dass dies nicht akzeptabel ist, und ich freue mich, dass die FIA nun klargestellt hat, dass dies in Zukunft nicht mehr toleriert wird.“
Fest steht: Das Duell zwischen Red Bull und Mercedes, Hamilton und Verstappen hat seinen Höhepunkt noch längst nicht erreicht. Und klar ist nun auch: Die Regeln eines team-internen Zweikampfs gelten hier nicht.

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