Immerhin: Eine zweite Nullnummer in Serie nach seinem Aus in Silverstone kann Max Verstappen am Sonntag beim Ungarn GP abwenden. „Aber die beiden letzten Rennen waren natürlich trotzdem total beschissen“, ärgert sich der Red-Bull-Pilot nach Rang zehn in Budapest.
Bereits nach Kurve eins steht das Rennen für Verstappen nur noch unter dem Motto Schadensbegrenzung. Besonders brisant: Wieder war es ein Mercedes, der den WM-Leader abgeräumt hat. „Es war wieder ein Mercedes-Auto, natürlich ist es die Schuld von Bottas“, flucht Verstappen, bei dem nur zwei Wochen nach der Kollision mit Lewis Hamilton böse Erinnerungen wach wurden.
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Zwar ging es für den Holländer weiter, „aber danach hatte ich natürlich viel Schaden an meinem Auto“, sagt Verstappen. Auf der rechten Seite ist der RB16B schwer gezeichnet, Beschädigungen am Unterboden, den Bargeboards und den Seitenkästen können die Mechaniker in der Rennunterbrechung mit viel Tape nur notdürftig flicken. „Ich hatte danach keinen Grip mehr, das Auto war extrem schwierig zu fahren. Immerhin habe ich noch einen Punkt geholt. Nicht das, was wir wollten, aber besser als nichts.“
Aus dem einen WM-Zähler für Platz zehn könnten nach Sebastian Vettels Disqualifikation (unter Vorbehalt) sogar zwei werden. Das Problem: WM-Widersacher Hamilton würde davon noch mehr profitieren, näme Verstappen durch das Urteil zwei weitere Extrapunkte ab. Seine WM-Führung wäre Verstappen pünktlich zur Sommerpause dann erst einmal los, hätte acht Zähler Rückstand auf Hamilton.
Nach dem GP Ungarn in Budapest bleibt Red Bull sauer auf Mercedes
Nach dem Silverstone-Crash und dem anschließend abgewiesenen Protest Red Bulls ist das der nächste empfindliche Tiefschlag für das Team aus Milton Keynes. Red-Bull-Chefberater Helmut Marko verließ den Hungaroring bereits mit der Zielflagge, die Wutrede überließ er diesmal Teamchef Christian Horner. „Großartige Strategie von Mercedes: Valtteri hat heute einen super Job für sie gemacht, indem er beide unsere Autos rausgehauen hat“, poltert Horner.
Was den Briten zusätzlich auf die Palme bringt: „Die Strafe (fünf Plätze Rückversetzung; d. Red.) kriegt Valtteri fürs nächste Rennen, aber das macht er in zwei Runden in Spa wieder wett. Das ist keine richtige Strafe und repariert auch nicht den Schaden, den er bei uns angerichtet hat - vor allem, wenn man sich mal die Budget-Obergrenze ansieht. Die Auswirkungen sind immens, die Kosten brutal.“
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Im Vorfeld hatte Red Bull als Spätfolge des Silverstone-Unfalls bereits den Motor bei Verstappen wechseln müssen, der Niederländer ist nun schon vor Saisonhalbzeit mit seiner dritten und letzten Antriebseinheit unterwegs - eine Strafe später im Jahr scheint unausweichlich.  
Das gleiche Schicksal blüht nun auch Teamkollege Perez. Horner: „Die ersten Eindrücke deuten darauf hin, dass auch dieses Triebwerk nicht mehr einsatzfähig ist. Es ist sehr frustrierend, auch für Honda, weil es nicht von der Standfestigkeit her kommt sondern von Unfällen, die wir nicht verursacht haben.“

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Von

Frederik Hackbarth