Formel 1: Vettel bei Aston Martin

Formel 1: Vettel bei Aston Martin

Vettel: Markenbotschafter und Aktionär?

Sebastian Vettel soll nicht nur Fahrer, sondern auch Markenbotschafter bei Aston Martin sein.
Lässt sich Sebastian Vettel (36) von Aston Martin mehr für seinen Namen bezahlen als für seine Leistungen im Cockpit? Wie racefans.net berichtet, soll der Deutsche statt der bisher kolportierten 15 Millionen Euro Jahresgage „nur“ 1,3 Millionen Euro pro Saison plus Boni von seinem künftigen Arbeitgeber direkt bekommen. Stattdessen habe er sich ein zusätzliches Gehalt von 4,2 Millionen Euro als Markenbotschafter von Aston Martin gesichert.
Weder im Vettel-Umfeld noch bei Racing Point will man das so konkret bestätigen, von Racing Point ist aber zu hören: Sowohl Vettel als auch sein neuer Teamkollege Lance Stroll repräsentieren in Zukunft auch die Aston Martin-Marke.
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Das Konstrukt macht Sinn. Zuletzt hatte Vettel immer wieder betont: Geld spielt für ihn keine Rolle. Auch für eine Ferrari-Vertragsverlängerung wäre er von seinen aktuellen Bezügen von rund 35 Millionen Euro angesichts der wirtschaftlichen Corona-Folgen weit runtergegangen. Dazu kommt: Racing Point bleibt ein Privatteam. Von Aston Martin bekommt man lediglich die Namenslizenz. Da passt es, dass Racing Point-Besitzer Lawrence Stroll auch Großaktionär und Chairman bei Aston Martin ist – beide Investments aber voneinander trennt.
Doch er weiß genau wie Aston Martin-CEO Tobias Moers auch: Der Name Vettel hat für die britische Sportwagen-Kultmarke einen riesigen Werbewert. Deshalb macht ein Markenbotschafter-Vertrag Sinn: In der Formel 1 rast der Deutsche am Sonntag im Lizenz-Aston Martin. Am Montag wirbt der Hersteller mit seinen Erfolgen für Supersportler wie den neuen Mega-SUV DBX.

Auch Michael Schumacher verknüpfte sein Comeback 2010 bei Mercedes mit einer Rolle als Markenbotschafter

Sebastian Vettel wäre nicht der erste, der sich seinen Namen bezahlen lässt. Als Niki Lauda 1982 über die Bezahlung seines Comebacks bei McLaren verhandelte, sagte er dem damaligen Marlboro-Verantwortlichen Paul Hogan: „Gebt mir einen Dollar fürs Fahren und drei Millionen für den Werbewert meines Namens.“ Marlboro schlug zu.
Auch Michael Schumacher verknüpfte sein Comeback 2010 bei Mercedes mit einer Rolle als Markenbotschafter. Diese Rolle behielt er auch nach seinem Rücktritt Ende 2012. Erst sein schwerer Skiunfall im Dezember 2013 stoppte die Tätigkeit. Trotzdem erhält seine Familie noch heute wertvolle Unterstützung von Mercedes, u.a. in Form von speziellen behindertengerechten Autos.
Zurück aber zu Vettel und Aston Martin. Am Rande des GP Russland brachte Mercedes-Motorsportchef und Aston Martin-Aktionär Toto Wolff sogar einen Aktienkauf durch Vettel ins Gespräch. Wolff räumt zwar ein: „Sebastian ist in allererster Linie Rennfahrer. Da geht's um die Performance auf der Strecke.“ Er sagt aber auch: „Das heißt nicht, dass er sich nicht vielleicht ein paar Aktien kauft - vor allem wenn das Unternehmen nach wie vor tief bewertet ist. Diese Gelegenheit ist natürlich da.“
Fest steht: Der aktuelle Aktienkurs liegt bei rund 55 Cent weit unter den Höchstständen der vergangenen zwei Jahre. Vom neuen DBX ist nur Positives zu hören. Steigende Verkaufszahlen dürften auch die derzeit unterbewertete Aktie wieder klettern lassen.
Genau wie Erfolge und Werbung durch Sebastian Vettel. Das weiß auch der Wiener Wolff, der sich schon freut: „Ich habe ja auch Aktien an Aston Martin. Aus der Perspektive betrachtet finde ich das (Vettels Verpflichtung; d. Red.) großartig. Denn Deutschland ist der zweitwichtigste Markt.“
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